Die Hauptattraktion der Kleinstadt Walldürn ist die "Wallfahrtsbasilika des Heiligen Blutes" (St. Georg) im Herzen der sehr kleinen Altstadt. Jährlich pilgern bis zu 80.000 Gläubige hierher, um das Korporal des heiligen Bluts zu besichtigen, ein Leinentuch, auf dem sich angeblich 1330 die Köpfe von Jesus und einigen der Apostel abgebildet haben, als der dortige Pfarrer einen Kelch mit Rotwein (= Blut Christi) umstieß. Das Tuch ist die meiste Zeit hinter zwei bemalten hölzernen Türchen im sog. "Blutaltar" in der Kirche den Blicken verborgen. Die üppig dekorierte Barockkirche ist aber auch kunsthistorisch interessant. Die Malereien am Hauptaltar stammen von Christian Mayer, die illusionistischen Deckengemälde von Giovanni Francesco Marchini (1672-1745). Die Kirche selbst wurde zwischen 1698 und 1728 erbaut und von Papst Johannes XXIII. zur "Basilika minor" erhoben. An den Saiten des Hauptschiffs findet man verschiedene aufwändig gestaltete Altäre für verschiedene Heilige. Die Kirche ist ganzjährig tagsüber offen, leider ist sie auch sehr dunkel. Lohnt auf jeden Fall einen Besuch, auch wenn man kein Pilger ist. read more