Was gut war: Die Außenbeleuchtung und das Eisstockschießen, auch die Glühweinbedienung draußen war nett und nicht unterbesetzt.
Und dann:
Wir waren mit ca. 30 Leuten zu einer Weihnachtsfeier eingebucht. Die Tische waren so eingedeckt, dass sich sogar Grundschüler gedrängelt gefühlt hätten, geschweige denn erwachsene Durchschnittsmenschen. Erst nach längerem Gefrage wurden ein Tisch sowie Stühle dazu gestellt, die vom Biergarten kamen und entsprechende temperiert waren. Kissen gab´s wohl nicht, obwohl man grad, als wir ankamen und uns setzen wollten, von den langen Sitzbänken Kissen eingesammelt hatte - häää??? Wir hätten auch gern weich gesessen, aber da wir zu dem Zeitpunkt noch nichts Böses ahnten, schwiegen wir dazu noch.
Die Getränkebestellung zu erledigen war dann der nächste große Kraftakt und forderte entsprechend viel Zeit kellner- und Geduld unsererseits. Brot wurde zum Glück dazu gestellt, denn wenn Getränke schon so dauern, braucht man nach einem Arbeitstag ja langsam was. Die Suppe bestand aus relativ ungesalzener Brühe mit winzigst zerkleinerten Gemüsekrümeln (Interessant: Wie geht das?) und Eierschecke. Da wir inzwischen trotz des Brotes aber alle schon am Verhungern waren, ging sie natürlich so weg. Naja, und dann kam der Hauptgang. Wir hatten Wochen vorher bestellt, die meisten Kollegen Gans und einige Wildgulasch. Die Gänse kamen auf Servierplatten mit je 3 - 4 Stücken (2 Keulen und 2 Bruststücke). Keiner von uns ahnte, dass er sich mit dem Nachbarn eine Keule bzw. ein Stück Brustfleisch hätte teilen sollen. Weder wurde uns gesagt, für wie viele Personen ein solcher Teller gedacht war, noch war ein Schneidewerkzeug dabei, was auf Teilung hingewiesen hätte. Diese ganze Gansgeschichte endete entsprechend so, dass vier Kollegen kein Fleisch abbekamen!!!!! Der Kellner war mit unserem Tisch mittlerweile komplett überfordert, so dass er die Chefin des Hauses schickte. Aha: Die war mir doch schon durch einen unfreundlichen Gruß gleich beim Eintritt in die gute Stube negativ aufgefallen. Einsicht war jedenfalls nicht ihre Stärke, Wiedergutmachung schon mal gar nicht. Anstatt ganz einfach den vier Kollegen eine Alternative aus Fleisch anzubieten, gab´s gar nichts zu den inszwischen und viel zu spät gelieferten Klößen. Die Soße kam teilweise in Kaffeekännchen mit Esslöffeln, der Rotkohl war das einzige, was wirklich reichlich, wenn auch spät vorhanden war, und von der Existenz des Grünkohls wussten die am oberen Tischteil platzierten Kollegen erst, nachdem mal einer von uns einen Gang zum unteren Tischteil unternommen hatte, um zu sehen, wie es da so läuft. Zum Essen kann man also zusammenfassen: Alles zog sich hin, die Teile des Essens kamen kleckerweise, so dass keine Möglichkeit bestand, den Teller mal hübsch komplett zu befüllen und, ach ja: Wir sollten uns auch noch acht Bratäpfel teilen - so die ernstgemeinte Aussage der Chefin, nachdem wir ja dann vorsichtig gefragt haben, ob noch mehr in Aussicht sind.
Zu den Getränken: Die ersten Kollegen bekamen augenscheinlich und geschmacklich erstmal Wein von der simpelsten Sorte. Als wir dann herausgefunden hatten, dass auch gute Flaschenweine zu ordern waren und wir auch einen sehr guten gefunden hatte, war nach der zweiten Flasche die Sorte aus - ommmmmmmmhhhhhhhh.
Gesamtfazit: Null Sterne kann man leider nicht vergeben, aber das hätten sie sich redlich verdient. NIE WIEDER! read more