Hier ist absolute Vorsicht angebracht!
Meine Freundin hat im Februar unser Fahrzeug zur HU abgegeben, wie bereits vor zwei Jahren schon einmal.
Sie hat den Wagen um 09:30 Uhr abgegeben und vereinbart, dass sich die Werkstatt vorher melden soll, ehe etwas repariert wird. Um 10:00 Uhr rief der Geschäftsführer meine Freundin zurück und teilte mit, es müssten die Bremsscheiben und Bremsbeläge erneuert werden, zudem sei ein Ölwechsel fällig. Die Kosten der Reparatur sollten sich auf zirka 450€ belaufen. Zuzüglich den Kosten für die HU selbst. Meine Freundin stimmte (bedauerlicherweise) am Telefon zu. Bereits um 12:00 Uhr rief die Werkstatt erneut an, denn das Auto war fertig repariert und hatte eine neue Plakette.
Bei Abholung fragte meine Freundin nach der Rechnung für die ausgeführten Reparaturen, die der Geschäftsführer allerdings nur auf Nachdruck aushändigte. Er entgegnete, es würde noch teurer werden, wenn er jetzt noch eine Rechnung schreibt. Teuerer wurde es dann zwar nicht, aber sie hatte ein komisches Gefühl.
Abends pränsentierte sie mir die Rechnung, die ich persönlich als etwas zu teuer empfand. Ich wurde wegen der Bremsscheiben stutzig, da diese Positionen bereits zwei Jahre zuvor in dieser Werkstatt erneuert wurden. Und seit der letzten HU haben wir gerade einmal 13264 Kilometer gefahren.
Ich rief daher am folgenden Vormittag in der Werkstatt an und teilte mit, dass ich Mittags vorbeikommen wolle, um die Bremsscheiben und Beläge abzuholen. Ich sprach mit dem Geschäftsführer Hr. Mulla, der (noch) freundlich sagte, dies sei kein Problem. Nach unserem Gesprächsende versuchte er sofort mehrere male meine Freundin telefonisch zu erreichen. Sie ging jedoch nicht an Telefon, da wir uns bereits zuvor darauf verständigt hatten.
Als ich Mittags in der Werkstatt ankam und in das Büro ging, war der Geschäftsführer mir gegenüber schon nicht mehr so freundlich ge. Er sagte, er würde mir die Sachen nur mit einer Vollmacht aushändigen. Als ich ihm diese zu seiner Überraschung auf den Tisch legte und gleichzeitg um eine Kopie seiner AGBs bat schmiss er mich raus und meinte, er würde die Sachen nur an meine Freundin aushändigen. Daraufhin drohte ich an die Polizei zu rufen, was ich auch tat, woraufhin sein einziger Mitarbeiter fluchtartig die Werkstatt verließ, um eine längere "Mittagspause" einzulegen.
Die kurz darauf eingetroffenen Polizisten versuchten noch zu vermitteln, was jedoch nicht klappte, da der Geschäftsführer sich verweigerte und genau wusste, dass er mir die Sachen nicht aushändigen muss. Er wollte die alten Bremsscheiben und Beläge nur an meine Freundin herausgeben und bestand darauf, dass sie persönlich vorbeikommt. Unverrichteter Dinge zog die Polizei von dannen und ich bestellte meine Freundin zur Werkstatt.
Nachdem sie eintraf und wir gemeinsam das Büro betraten, erteilte mir der Geschäftsführer Hausverbot und schmiss mich erneut raus. Er sagte noch, ich sei ein "blöder Macker" und "müsse nicht so einen Aufriss machen".
Aha. Naja...
Während ich auf dem Hof stand rief ich meine Freundin an, sodass ich das Gespräch zwischen den Beiden mithören konnte. Sie begaben sich in der Werkstatt an eine Kiste mit Schrottteilen, in der sich die ausgetauschten Sachen befinden sollten. Der Geschäftsführer sagte zu meiner Freundin wortwörtlich, "sie dürfe sich jetzt etwas aus der Kiste herausssuchen", da er nicht wisse, welche Bremsscheiben und Bremsbeläge zu unserem Auto gehören.
Folglich bekamen wir die ausgetauschten Teile nicht zurück.
Als meine Freundin die Werkstatt verließ, erteilte der Geschäftsführer auch meiner Freundin ein Hausverbot und kündigte an, uns eine weitere Rechnung zu erstellen. Nämlich fur Sachen, die angeblich repariert, aber noch nicht in Rechnung gestellt seien. Diese Rechnung kam allerdings bis heute nicht.
Mein Fazit zu dieser Erfahrung:
- Es ist außerordentlich fragwürdig, dass die Bremsscheiben und Bremsbeläge bereits nach knapp 13.000 KM ausgetauscht werden mussten.
- Die Rechnung über die ausgeführte Reparature in diesem Jahr und die Rechnung aus dem Jahr 2013 weisen unterschiedliche Preise auf. Im Jahr 2013 berechnete die Werkstatt für die Erneuerung der "Bremsscheiben vorne" nur 112,00 Euro. Dieses Jahr kostete die gleiche Reparatur stolze 255,00 Euro.
- Laut dem Prüfbericht der HU wies unser Auto nur "geringe Mängel" auf. Dies ist deshalb bemerkenswert, da der Auspuff (Endtopf) nämlich schon ein kleines Loch hatte und ausgetauscht hätte werden müssen. Dies wurde zu meiner Überraschung aber nicht moniert. Das ist eigentlich ein K.O.-Kriterium für die Plakette.
- Bezüglich den Kosten für die HU war ich auch überrascht. Denn wegen der Inflation hat diese im Februar 2015 volle 93,00 Euro kostete, hingegen sie im Februar 2013 noch günstige 62,00 Euro gekostet hat.
Was ich davon halte, und welche bösen Vorwürfe ich vorbringen könnte, kann sich jeder selbst denken.
Jedenfalls sieht ein positives Erlebnis anders aus. Vertrauensfördernd war diese Erfahrung jedenfalls nich read more