Deutschlands ältesten Italiener gibts seit über hundert Jahren an selber Location. Wundern Sie sich nicht, wenn sie davor stehen von außen siehts eher nach Kiez-Kaschemme aus.
Drinnen herrscht das italienische Chaos: Hoher Geräuschpegel geschäftiges treiben und tolle Stimmung. Dazu eine bemerkenswerte Mischung an Gästen: Vom Society-Sternchen, über Hamburger Schickeria und den unvermeidlichen Junggesellenabschied, bis hin zum Libanesischen Rosenverkäufer. Hier versammelt sich wirklich allabendlich ein bunt zusammengewürfelter Haufen.
Das Beste: An Padrone Franco und Tochter Franca scheint der gesellschaftliche Status einiger Gäste komplett abzuprallen. Niemand wird besonders hofiert oder bevorzugt, jeder muss der Reihe nach (sofern ohne Reservierung) eine italienische Minute auf seinen Tisch warten. Meckern hilft nicht und verlängert eher die Wartezeit, genau wie der Verweis auf Prominenz, Geldbeutel oder Status.
Dabei wird jeder freundlich und mit italienischem Charme empfangen. Sehr viele Stammgäste manchmal hat man fast das Gefühl, Alle seien eine große Familie, die sich allabendlich zum gemeinsamen dolce vita versammelt.
Besonders zu empfehlen: Spaghetti mit Scampi (überirdisch), Rinderfilet mit grüner Pfeffersauce (zum niederknien), Antipasto misto speciale (ein Gedicht), Tagliatelle mit sardischer Wurst, und, und, und
Am Wochenende teilweise erhebliche Wartezeiten auf Tisch, Speisen und Getränke. Dafür gibt es warme Küche bis spät in die Nacht und laute italienische Musik aus einer Musik-Box, die wohl so alt ist, wie das Lokal.
Wem es zu laut ist, der ist hier falsch und hat leider nix verstanden. Und damit ist nicht die Konversation mit der Begleitung gemeint read more