Die Jugendherberge Lauterbach liegt wunderschön gelegen auf dem Harsberg, hoch oben über dem Ort, am Rande des Nationalparkes gelegen.
Da sich dort keine weiteren Einrichtungen befinden, ist man dort oben für sich.
Die Leitung ist sehr freundlich und hilfsbereit, die Außenanlagen sehr schön und gepflegt. Da wir ein Baumhaus reserviert hatten, kann ich über die Zimmer keine Aussage treffen.
Die
Baumhäuser befinden sich kreisrund angeordnet um eine große Eiche, von
der aus ein rundes Kletternetz bis an die Häuser gespannt sind. Die
Häuser sind vielleicht nicht so hoch oben, wie man sich vielleicht ein
Baumhaus vorstellt- aber im Grunde dann doch genau so: ohne Strom, ohne
Licht, aber mit einem herunterklappbaren Tisch und Bettgestellen aus
Holz. Hierfür wird jeder Besuchen angehalten, sich selbst Isomatten und
Schlafsäcke mitzubringen, denn es kann nachts schon kalt werden. Im
Grunde also ein kleines bisschen mehr Komfort als im Zelt- weil
regensicher. Dafür schwankt das Bett, wenn draußen die Kinder im
Kletternetz toben, aber das Problem erübrigt sich bei Einbruch der
Dunkelheit von selber. Ohne Taschenlampe geht im Baumhaus nichts, auch wenn nachts außen an jeder Hütte
ein Licht leuchtet. Dafür ist der Preis für die Übernachtung aber auch
unschlagbar günstig und als Abenteuerübernachtung auf jeden Fall prima
geeignet.
Die Sanitärräume, die von den Zeltern, Baumhäuslern und
Tipi-anern besucht werden, sind sauber und gepflegt. Absolut lobend
möchte ich mich über das gleichbleibend heiße Duschwasser äußern, was
selbst am Abend zur Stoßzeit immer noch herrlich heiß war. Findet man selten.
Anschließen
möchte ich mich bei meinem Vorredner über die Kritik an den angebotenen
Getränken. Das, was wie Saft aussah, war eine zuckerhaltige
Fruchtsaftgetränk-Mischung, die eigentlich bei so vielen Gastfamilien mit kleinen Kindern so nicht angeboten werden sollte. Ein einfacher Apfelsaft wäre ausreichend gewesen.
Das
warme Essen war in Ordnung und absolut im Rahmen des bisher bekannten
Jugendherbergsessen, aber auch nicht herausragend. Frühstück ist okay,
aber auch hier kann man sich durchaus streiten, warum überhaupt
zuckerhaltige Cerealien angeboten werden. Ich hörte an den Nebentischen
viele Diskussionen von Eltern, die ihren Kindern die süßen Cornflakes
ausreden wollten zugunsten von Brötchen. Ist aber schwierig, wenn es auf dem Büffet steht.
Von
der Jugendherberge aus lassen sich wunderbare Radtouren unternehmen von
unterschiedlichster Länge. Durch die Steigungen im Nationalpark dürften
diese für kleine Radfahranfänger nicht gut geeignet sein, geübte
Radfahrer aber kommen voll auf ihre Kosten. read more