Das Goldmarie gehört ja zu den allgemein als nett und authentisch gelobten jungen Speiselokalen und der Andrang abends ist zumindest am Wochenende recht hoch. Die schlichte Einrichtung und der nette Service waren bei unserem letzten Besuch auch wieder liebenswert, die Küche allerdings, hatte wohl keinen guten Tag und dabei fiel uns auf, dass wir eigentlich schon oft mit dem Essen hier nicht in dem Grad zufrieden waren, wie es der restliche Style und der gute Ruf eigentlich nahe legten. Die Linsensuppe war zwar sehr üppig, aber absolut witzlos als Gericht, einfach Linsen und Tometenpolpa verkocht, etwas Chili und ein Klecks Yoghurt drauf naja. Der Waller klang gut, sah auch gut aus, war an der Gräte aber noch roh, das Kalbsmeisel, das teuerste Gericht mit fast 18 Euro war ein trauriger Anblick, die kleinen Fleischscheiben lagen in einer ganz dünnen wässrigen Soße aus Kapernwasser und Zitrone es erschloss sich nicht, was das eigentlich für ein Gericht sein sollte, das gleiche galt für Gnocci mit tja, mit Semmelbrösel und angerösteten Salamischeiben da zauberte gar nix. Am Ende war man zwar satt, hatte zu sechst für über 320 Euro gezecht aber das deutliche Gefühl dafür keinen rechten Gegenwert bekommen zu haben auch die Desserts waren nicht versöhnlich. So interessant die Karte klingt, es mangelt derzeit wohl ein bisschen an kulinarischer Substanz. read more