Eingewiesen wurde ich von meinem Facharzt wegen Verdacht auf
Lungenmethastasen, welche im Rahmen einer CT-Untersuchung festgestellt
wurden.
Im Helios Wuppertal wurde als Behandlung eine Chemotherapie festgesetzt.
Diese sollte am zweiten Tag nach stationärer Aufnahme begonnen werden.
Weder am ersten Tag noch am Folgetag erfolgte eine ärtztliche Aufklärung
über mein Krankheitsbild oder über den geplanten Behandlungsverlauf.
Im Rahmen der an zweiten Tag morgens stattgefundenen Chefarztvisite
stellte ich die Frage, was ich denn überhaupt genau hätte und ob es
irgendwie alternative Behandlungsmethoden gäbe.
Mit einem freundlichen Lächeln wurde diese Frage mit den Worten Was
sollen sie denn schon haben Methastasen natürlich. Alternativen
Methoden? Was meinen sie denn damit? Nein, nein, wir beginnen morgen mit
der Chemotherapie.
Nachmittags habe ich von von der Stationsschwester zudem noch erfahren,
dass man meinen Fall in der täglichen Arztrunde wohl gar nicht
besprochen hatte und dies vielleicht am nächsten Tag erfolgen würde.
Mit Hilfe meiner Frau habe ich daraufhin das Krankenhaus sofort
verlassen und mich in fachkundige Hände in der Ruhrlandklinik in Essen
begeben.
Hier wurde ich zum Zwecke der Gewebegewinnung an Lunge und Lymphknoten operiert.
Als Ergebnis ergab sich, dass ich keine Lungenmethastasen, sondern eine
Lungensarkoidose habe. Beide Krankheitsbilder sind in ihrer
Erscheinungsform und Symptomen sehr ähnlich.
Welche Schäden die überhaupt nicht erforderlichen geplanten
Chemotherapien im Helios in Wuppertal bei mir hinterlassen hätten, kann
ich nicht beurteilen.
Ich persönlich glaube jedoch, dass mir meine Flucht aus dem Helios in
Wuppertal-Barmen und das äußerst fachkundige Ärtzeteam des Bereiches
Thoraxchirurgie in der Ruhrlandklinik in Essen letztendlich das Leben
gerettet haben.
Ich bin jetzt über 40, verheiratet und habe zwei kleine Kinder, die glücklich sind, dass ihr Papa weiterlebt.
Eine Helios-Klinik werde ich in meinem ganzen Leben nicht mehr betreten. read more