Das Homme D'or in Duisburg hat uns wirklich schwer enttäuscht. Von einem US Car Treffen kommend, wollten wir den Tag mit einem guten Essen ausklingen lassen und die Location direkt am Rhein ist bei gutem Wetter, einfach unheimlich schön.
Nach unserem Eintreffen, suchten wir im Aussenbereich einen Tisch und wurden vom Inhaber nicht etwa mit einem "Guten Abend", sondern mit "Suchen Sie etwas?" begrüßt. Meine Antwort lautete "Ja, einen Tisch", worauf hin er erwiderte:"Aber nicht hier". Womit er vermeindlich den Aussenbereich direkt am Wasser meinte, denn dort befand sich, wie wir inzwischen selbst sahen, eine geschlossene Gesellschaft. Er zumindest sah sich nicht bewogen uns dies mitzuteilen.
Nach der unglücklichen Antwort, hatte ich eigentlich schon keine Lust mehr, aber leider warteten wir noch auf jemanden, so dass wir dennoch einen Tisch eine Terrasse höher wählten. Auf dieser Etage waren bereits zwei weitere Tische belegt.
Umgehend wurde von einer Kellnerin die Getränkebestellung aufgenommen, die auch fix an den Tisch kam.
Ab diesem Zeitpunkt verließen sie uns allerdings. Während einer der beiden anderen Tische abgerechnet und der zweite Tisch mit Speisen versorgt wurde, saßen wir vor leeren Gläsern und Niemand bot uns die Speisekarte an. Abwechselnd blickte das Personal aus ihrer erhöhten Raucherpausenposition in unsere gähnend leeren Gläser.
Damit ich nicht falsch verstanden werde, folgendes: es gibt ja in jedem Restaurant den "Bielefeld-Tisch". Das ist der Tisch, den es eigentlich gar nicht gibt und der aufgrund dessen von keinem Kellner gesehen werden kann. An dem saßen wir nicht. Wir wurden angesehen und ignoriert.
Nach weiteren 30 Minuten erschien ein älteres Ehepaar. Umgehend erhielten sie einen Tisch zugewiesen und kaum saßen sie, reichte ihnen der Inhaber die Speisekarte. Ausgesprochen hungrig, beschlossen wir in diesem Moment, eine andere Lokalität aufzusuchen, denn deutlicher hätte die Botschaft nicht sein können.
Wir baten also um die Rechnung, während der Inhaber ein weiteres Mal schnellen Schrittes an unserem Tisch vorbei lief.
Unsere Laune war im Keller. Laut genug, damit er mich auch hören konnte, setzte ich hinter den Zahlungswunsch meines Mannes den Zusatz :"dann gehen wir auch endlich wieder. "
Der Inhaber kam nicht selber um die Rechnung abzuhalten, sondern schickte einen Angestellten. Ich fand es sehr bedauerlich, denn wir hätten ihm sehr gerne unsere Eindrücke mitgeteilt. So baten wir lediglich den Kellner ihm auszurichten, dass wir uns wirklich niemals irgendwo derart unwillkommen gefühlt haben. read more