Wegen Komplikationen in meiner Schwangerschaft musste ich plötzlich für vier Wochen ins Krankenhaus. Ich hatte mich dann spontan für das Marienkrankenhaus entschieden und muss im Nachhinein sagen, dass das ein Glücksgriff war:
Als ich dort ankam, musste ich sogleich schwerwiegende Entscheidungen für mich und mein Kind treffen. Es waren zwei Ärzte bei meiner Aufnahme anwesend und beide haben sich große Mühe gegeben, mir die Situation und die Wirkung der vorgeschlagenen Behandlung zu erklären. Dabei hatte ich nicht das Gefühl, dass über meinen Kopf hinweg etwas entschieden wurde. Stattdessen bekamen mein Mann und ich Bedenkzeit uns allein zu besprechen und die Entscheidung für oder gegen die Behandlung zu treffen.
So wie bei der Aufnahme wurde ich dann in den folgenden vier Wochen meines Aufenthaltes in der Klinik sowohl von den Ärzten als auch den Hebammen und Schwestern stets sehr aufmerksam und verständnisvoll behandelt. Insbesondere den Chefarzt, Herrn Dr. Maul, habe ich als sehr menschlich und zugewandt erlebt. Ich konnte jederzeit Fragen und Sorgen äußern, mit denen man sich dann auch auseinandersetzte. So hatte ich das Gefühl, nicht dem Krankenhausapparat ausgeliefert zu sein, sondern auch mitbestimmen zu können.
In der ganzen Zeit waren alle immer sehr freundlich und geradezu liebevoll zu mir. Sogar die Servicekräfte waren überaus bemüht um mich. Besonders bemerkenswert finde ich die gute Stimmung, die trotz allgegenwärtiger dünner Personaldecke auf der Station herrschte bzw. mir als Patientin entgegen gebracht wurde. Trotz der vielen Arbeit und der langen Schichten waren die Ärzte, Schwestern, Hebammen und auch die Servicekräfte immer ansprechbar, sehr freundlich um nicht zu sagen herzlich, hatten auch mal Zeit für aufmunternde Worte oder einen kurzen Schnack.
Ich muss dazu sagen, dass ich in der Privatabteilung der Gynäkologie untergebracht war. Dies war in meinem Fall sicherlich auch Gold wert. Denn ich habe diverse Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die die Küche des Marienkrankenhauses vor eine große Herausforderung stellten. Ich war zunächst sehr froh, dass ich überhaupt für mich verträgliches Essen bekam. Aber Dank des großen Engagements der Servicekräfte und der Ernährungsberaterin in der Küche bekam ich dann nach ca. einer Woche eigens für mich gekochtes Essen. Die Ernährungsberaterin bestellte dafür besondere Lebensmittel, die sonst nicht vorrätig sind und stellte das Essen in Absprache mit mir zusammen. So bekam ich nicht nur verträgliches, sondern auch schmackhaftes und insbesondere für mich als Schwangere wichtig entsprechend nährstoffhaltiges Essen serviert. Die Portionen waren mehr als ausreichend bemessen und die Gerichte variierten sogar, je nachdem was ich mir in dem abgesprochenen Rahmen wünschte.
Im Ergebnis war ich wirklich positiv überrascht, wie sehr auf die Befindlichkeiten der Patientinnen (auch meiner Zimmermitbewohnerin) Rücksicht genommen wurde. Es ist natürlich immer unerfreulich, wenn man ins Krankenhaus muss, aber in der GYN4 waren alle rundum sehr bemüht, uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. read more