Wir hatten vor Jahren unsere Tochter in einem etwas größerem Kindergarten mit sehr vielen Möglichkeiten wie wöchentliche Waldausflüge, musizieren mit Instrumenten, Forscherwerkstatt, wechselnden Bastelangeboten, eigenem von den Kindern betriebenem Garten uvm untergebracht. Da wir für unseren Sohn dort keinen Platz bekommen haben, haben wir uns für die Kita Kleine Riesen in Sasel entschieden. Auf den ersten Blick wirkt das Häuschen wirklich süß und sehr einladend. Jedoch schon nach ein paar Wochen stellten wir fest, dass die Kinder wenig beschäftigt werden. Das nennt sich "Reggio Pädagogik" und nach der Auslegung der Kita Leitung bedeutet es, dass die Kinder mit dem (im Überfluss) vorhandenem Spielzeug spielen und sich selbst beschäftigen. Mein Sohn war von dem Überfluss an Klötzen, Autos, Puppen (alleine 5 Puppenwagen auf 20 qm), Kuscheltieren, Bällen und weiterem Plastikgedöns total erschlagen.
(Die Leiterin wohnt übrigens oben, es herrscht Chaos, überall Ordner, Papierkram, vollgestopfter, unaufgeräumter Keller etc.)
Zum Ablauf: Morgens wird ein Morgenkreis gemacht an dem die Kinder stillsitzend teilnehmen müssen, tun sie es nicht werden sie zur Straffe auf den Flur gesetzt wo sie bis zu 30 Min. alleine verbleiben müssen (das habe ich selber bei der Eingewöhnung beobachtet) und danach auch mehrfach von meinem Sohn erzählt bekommen. Das sind Erziehungsmethoden aus den 50-ger Jahren, wer es gut findet wird auch diese sehr qlickenhafte Kita gutfinden, für alle "open minded Eltern" wird es dort viel zu eng, denn Anregungen oder Bemerkungen werden entweder ignoriert oder kurzerhand von der Qlicke überstimmt und das wars. Mit eigenen Ideen oder gar Weltoffenheit ist man hier ganz falsch am Platz. Aussage O-Ton einer Mutter : "Wir fahren im Sommer zwar ans Meer, blieben allerdings die ganzen 2 Wochen in unserer Flinka, weil am Meer so komische Leute sind" -das nur um zu verdeutlichen mit welchem Klientel man hier zu tun hat (vermehrt ängstliche Eltern).
Fazit : Allgemeiner Mindset ist hier wie in einem verschlafenem Dörfchen in den 50-ger Jahren.
Für alle die ihr Kind SEHR behütet und eher autoritär erziehen wollen ist diese Kita ein Paradies, für alle anderen ganz sicher nicht.
Mein Kind war dort zehn Monate, während dieser Zeit wurde ein einziger Ausflug unternommen und zwar in die Pommesbude nach Volksdorf.
Mehr muss man als Abschlusswort nicht mehr sagen. read more