Odyssee zur und in der Notaufnahme!!
Nachts die Notaufnahme des Krankenhauses in Schongau zu finden grenzt schon an eine Schatzsuche. Bis zur Einfahrt ins Krankenhausgelände sind die Schilder beleuchtet. Danach befindet man sich in einem Wald aus Häusern und unbeleuchteten Schildern, die man erst entziffern kann, wenn man direkt davor steht.
Der Eingang zur Notaufnahme selbst befindet sich ungekennzeichnet und wiederum unbeleuchtet am Ende einer Rampe. Nachdem die Pforte der Notaufnahme erreicht ist, antwortet ein überforderter und panischer Pfleger auf das Klingeln.
Das Kind, welches wir aus dem Zeltlager nachts in die Notaufnahme brachten, hatte 38 Grad Fieber und Schüttelfrost. Sofort wurden wir von dem überaus inkompetenten Pfleger über alle Isolationsmaßnahmen, die möglicherweise ergriffen werden müssten aufgeklärt, bevor wir überhaupt hereingebeten worden waren. Der unfähige Mitarbeiter war nicht imstande uns zu zuhören und somit eine vollständige Anamnese zu erstellen. Immer wieder wiesen wir ihn darauf hin, dass das Kind seit 7 Tagen in einem Zeltlager untergebracht war und es somit nichts nützen würde es mit seiner Familie zu isolieren.
Nachdem wir uns noch sinnvolle Sätze wie auch 38 Grad Fieber sind oft lebensgefährlich, ein negatives Schnelltestergebnis heißt noch gar nichts und ich weiß es schaut aus wie im Hollywoodfilm, aber das ist jetzt notwendig anhören mussten, nahm der Pfleger das Kind mit in die Notaufnahme. Allerdings mussten wir Betreuer draußen warten. Hierbei sei bemerkt, dass es 3 Uhr morgens war, es 10 Grad hatte, keine Bänke oder andere Sitzgelegenheiten zur Verfügung standen, das Kind sowieso schon in Tränen aufgelöst war und auf unsere Frage, wie lange es dauern würde, geantwortet wurde man könne das jetzt noch überhaupt nicht abschätzen.
Nach einer Stunde Warten schickte man das Kind wieder aus der Notaufnahme heraus. Mit dem Hinweis, den Sicherheitsabstand von 2 Metern nicht zu missachten (wir waren mit dem Auto da!!) und den Telefonanruf 5 Tage später abzuwarten, ob nun ein Fall von h1n1 vorliegt wurde das Kind wieder entlassen. Wohlgemerkt ohne irgendetwas gegen das Fieber verabreicht bekommen zu haben.
Mittlerweile, 3 Tage nach dem Vorfall in der Notaufnahme, hat der Hausarzt des Kindes eine eitrige Mandelentzündung diagnostiziert indem er einmal in den Hals des Kindes schaute, nachdem es nicht nur über Fieber sondern besonders über Halsschmerzen klagte. Seit das Kind Antibiotika nimmt ist das Fieber gesunken und die Halsschmerzen sind auch fast weg.
Abschließen kann ich sagen, dass mir selten so inkompetentes, panisches, unfreundliches und voreingenommenes Personal in einem so unübersichtlichen Krankenhaus begegnet ist.
Es ist auch nicht das erste Mal, dass Schongau sich durch große Inkompetenz ausgezeichnet hat.
Vor einem Jahr waren wir mit einem anderen Kind in der Notaufnahme, das einen Schnitt in der Hand hatte. In Schongau wurde der Schnitt geheftet. Am gleichen Tag konsultierte das Kind einen Arzt in der Notaufnahme München Pasing, der sich unheimlich über die Unfähigkeit der Kollegen aufregte und den Schnitt mit 7 Stichen nähte.
Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, kann ich nur raten nicht nach Schongau zu fahren. Die Notaufnahme dieses Krankenhauses ist definitiv nicht weiter zu empfehlen. read more