Einige herausragende Bauwerke unterbrachen die weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Strukturen. Am südlichen Rand des Viertels wurde 1766 auf dem Grundstück Mühlendamm Ecke Poststraße das Ephraim-Palais (http://de.wikipedia.org/wiki/Ephraim-Palais) fertiggestellt, ein außerordentlich gelungenes Beispiel Berliner Rokokoarchitektur (http://de.wikipedia.org/wiki/Rokoko) , im Volksmund (http://de.wikipedia.org/wiki/Volksmund) bald die schönste Ecke Berlins genannt. Der Hofjuwelier und Finanzier Friedrichs des Großen (http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._(Preu%C3%9Fen)) , Veitel Heine Ephraim, hatte sich hier einen repräsentativen Wohnsitz bauen lassen, geschmückt mit Putten (http://de.wikipedia.org/wiki/Putte) und steinernen Vasen und mit filigranen, vergoldeten Balkongittern. Ganz in der Nähe steht das Knoblauchhaus (http://de.wikipedia.org/wiki/Knoblauchhaus) , ebenfalls um 1760 im Stil des Spätbarock (http://de.wikipedia.org/wiki/Barock) erbaut, seit einem Umbau zu Beginn des 19. Jahrhunderts aber außen von eher frühklassizistischer (http://de.wikipedia.org/wiki/Klassizismus) Anmutung; innen verweist noch manches Detail auf den Ursprung im Rokoko. Es war der Wohnsitz einer Einwandererfamilie aus Ungarn (http://de.wikipedia.org/wiki/Ungarn) , die über mehrere Generationen hinweg betriebsame, wohlhabende und einflussreiche Bürger Berlins hervorbrachte. Schließlich das Kurfürstenhaus: ursprünglich ein Renaissancebau (http://de.wikipedia.org/wiki/Renaissance) aus rotem Sandstein (http://de.wikipedia.org/wiki/Sandstein) , im 18. Jahrhundert im Barockstil umgebaut. Man benannte es nach dem Kurfürsten Johann Sigismund (15721619), der hierher floh, weil er davon überzeugt war, dass in seinem Schloss die Weiße Frau (http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fe_Frau) spuke.
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