Vor 2 Wochen waren wir das erste Mal im Okinii. Ich liebe japanisches Essen auch jenseits von Sushi und daher konnte ich bei all-you-can-eat nicht widerstehen.
Das Konzept ist sehr innovativ, ma hat ein iPad am Tisch mit dem man Bestellungen aufgeben kann für Essen und Getränke. Die meisten Gerichte sind Teil des all-you-can-eat-Pakets, aber manche Gerichte, wie Sashimi, muss man extra bezahlen (da Sashimi wenig sättigenden Reis enthält und viel teuren Fisch).
Der Eindruck ist schon, dass das Konzept dahin ausgerichtet ist, schnell zu sättigen, so dass der Gast in der verfügbaren Zeit möglichst wenig Gerichte mit teuren Zutaten verspeist. Man muss je Bestellung und Gast mindestens 5 Gerichte wählen, was ich als Einschränkung blöd finde, denn wenn man nahezu satt ist, aber vielleicht doch noch ein, zwei Dinge probieren möchte, lässt man es dann lieber bleiben.
Wenn man bestellt, sollte man daher aufpassen, sehr sättigende Gerichte besser zu lassen. Wenn man was nicht aufisst, muss man nämlich Strafe zahlen (1,- pro kalter Schale, 2,- pro warmer Schale). Eigenartig.
Zur Qualität des Essens: Es ist Ok. Richtig gute Japanische Restaurants sind eigentlich dadurch gekennzeichnet, dass sehr auf Details geachtet wird, Japanisch eben. Den Eindruck bekommt man hier nicht so.
Am Ende ist man sehr satt aber nicht unbedingt angenehm gesättigt, eher pappsatt. Die Rechnung entspricht in etwa einem essen in einem sehr guten Japanischen Restaurant, und man hat wohl quantitativ mehr bekommen, qualitativ aber nicht.
Fazit: Für die Investition bevorzuge ich doch lieber ein Essen in einem traditionellen Japaner, wie dem Sumo auf der Aachenerstrasse. Wer das Okinii mit ein paar Freunden aber mal so als Erlebnis eines innovativen Gastro-Konzepts zelebrieren möchte, dem kann ich es empfehlen. read more