Als Münchnerin lasse ich es mir natürlich nicht nehmen,
jedes Jahr wieder auf das Oktoberfest zu gehen. Eines vorweg, diese Bewertung
soll nicht jedes Fahrgeschäft und Bierzelt einzeln aufstellen, sondern einfach
meine Eindrücke über die Jahre hinweg beschreiben. Erst einmal zur Anreise. Wer mit dem Auto zum Oktoberfest
gelangen will, hat prinzipiell mal sehr schlechte Karten. Nicht nur dass die
Parkplätze äußerst knapp sind, auch der Verkehr rund um die Theresienwiese geht
nur zäh voran, weshalb man unglaublich lange braucht. Also mein Tipp: Lieber
mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Man kann entweder mit der S-Bahn
zur Hackerbrücke und von dort laufen, oder man steigt am Hauptbahnhof in die
U4/5 um und an der Haltestelle Theresienwiese aus. Ist man dann mal angekommen, wird man je nach Tag und
Uhrzeit erstmal feststellen, dass es hier wahnsinnig voll ist, weshalb man auch
gut auf seine Taschen aufpassen sollte, Stichwort Taschendiebe. Man hat nun
zwei Möglichkeiten, entweder man bummelt ein bisschen rum und schaut sich die
Fahrgeschäfte an (hier ist von groß bis klein wirklich für jeden was geboten)
oder man setzt sich in eins der meistens total überfüllten Zelte. Meine beiden
Favoriten hierbei sind und bleiben das Hacker und das Bräurosl. Zu meinem
Bedauern sind diese beiden Zelte auch immer die vollsten, wer lieber ein nicht
so überfülltes Zelt aufsuchen möchte, oder erst zu später Stunde auf die Wiesen
geht, wo bereits die meisten Zelte wegen Überfüllung geschlossen sind, sollte
sich das Armbrustschützenzelt oder die Ochsenbraterei vornehmen. Hier ist meist
ein bisschen weniger los. Stimmungsmäßig würde ich allerdings trotzdem eher das
Hackerzelt empfehlen. Die Preise sind in jedem Zelt gleich hoch. Und die Betonung
liegt hierbei auf hoch, mit den Kosten von 9,20EUR für eine Maß in diesem Jahr
ist sie teuer wie nie zuvor. Auch ein halbes Hendl im Zelt für 9,01EUR (für was
der eine Cent gut ist weiß keiner) ist ziemlich überteuert. Billiger essen
lässt es sich da außerhalb der Zelte, hier ist von Fischsemmel über Hotdogs bis
hin zu Süßspeisen so gut wie alles geboten. Wo wir gerade bei dem Thema viel zu teuer sind, kommen wir
mal zu den Fahrgeschäften. Der Preis für einmal Top Spin fahren ist mit 3,50EUR
noch der geringste. Für die meisten kleineren Fahrgeschäfte zahlt man zwischen
4,50 und 5,00EUR, will man etwas Größeres wie z.B. eine Achterbahn fahren, zahlt
man dann auch mal zwischen 6 und 8 Euro, was meiner Meinung nach einfach viel
zu teuer ist. Aber so ist das nun mal auf der Wiesn, egal was man macht, man
zahlt immer einen viel zu hohen Preis dafür. So jetzt kommen wir mal zu den guten Dingen am Oktoberfest!
Mal ganz davon abgesehen, dass in den Zelten immer supergute Stimmung ist,
lernt man hier wirklich nette Leute kennen, die nicht nur aus Deutschland,
sondern aus aller Welt angereist sind. Man kann ausgelassen Feiern und hat
einen riesen Spaß, den hat man natürlich nicht nur in den Zelten, sondern auch
außerhalb. Fazit des Ganzen, jeder sollte für sich selbst entscheiden,
ob ihm die Preise zu teuer sind oder nicht. Aber auf jeden Fall sollte man
wenigstens einmal auf dem Oktoberfest gewesen sein. read more