Seit dreieinhalb
Jahren gehört die Schäferhund-Mischlingsdame Fila zu mir. Ich habe sie
übernommen, als Fila zweieinhalb Jahre alt war.
Meine Hündin wurde von
dem Vorbesitzer mit 4 Wochen aus Polen von der Mutter getrennt und somit begann
das Desaster.
Fila hatte nie die
Möglichkeit, soziale Kontakte zu knüpfen, weder zu Tier noch Mensch, wurde
draußen an einer Leine gehalten und ist mit Schlägen aufgewachsen.
Ich bin damals mit in
das Haus eingezogen und habe angefangen, mich um den Hund zu kümmern. Es war
furchtbar; sobald uns im Wald ein Hund entgegengekommen ist, musste ich mir den
nächst besten Baum suchen, mich dort festhalten um nicht von der Gewalt meines
Hundes gegenüber ihren Artgenossen weggerissen zu werden.
Fila hatte Furcht vor
allem, was sich bewegt, konnte nicht entspannt an beispielsweise Mülltonnen
vorbei zu gehen
So vergingen die Jahre
und ich habe dabei nie realisiert, dass ich mir ein völlig falsches Bild vom
Zusammenleben mit meiner Hündin gemacht habe und die Verantwortung meinem Hund
überlassen habe. Im Januar 2013 bin ich zu dem Entschluss gekommen, mir endlich
Hilfe zu holen, ich war komplett überfordert mit Fila. So habe ich
Sascha
Weinheimer
gefunden. Folgende
Schwierigkeiten hatte ich mit Fila:
Kontrollwahn, Fila ist mir in der
Wohnung überall hin gefolgt, ich konnte keinen Schritt gehen, ohne das sie
hinter mir ist und mich beobachtet
Verlustangst; Sobald ich mich, oder
Menschen die sie kennt und als ihr Rudel ansieht, draußen von ihr entfernt
haben, ist Fila ins bellen, herumspringen, jaulen, etc. verfallen. Es war
überhaupt nicht möglich, in diesen Situationen an den Hund
heranzukommen
Aggressionen gegenüber Artgenossen
und teilweise Menschen
Dauer Bellen, sobald die Tür
klingelt
ständiges Markieren sobald wir
draußen waren
Weiße Schuppen im Fell
(Stressanzeichen)
Ständiges Stress-Schütteln
In den 12 Stunden
Training mit Sascha habe ich gelernt, wie mein Hund die Welt sieht und dass es
meine Aufgabe ist, mein Verhalten zu ändern.
Mit Körpereinsatz und
Blickkontakt statt Anschreien und an der Leine ziehen. Ich habe auch gelernt, wie
wichtig
die
Beschwichtigungssignale von meiner Hündin sind und kann sie seitdem viel besser
verstehen und somit richtig
reagieren. Unser ganzes
Zusammenleben ist viel entspannter geworden, ich bin jeden Tag stolz darauf,
wenn wir wieder einen kleinen Fortschritt erleben und merke, wie wichtig
konsequentes Verhalten ist.
Meine Aufgabe ist es,
die Rudelführerin zu sein, ICH habe die Führung und kann Fila somit ein
entspannteres Leben geben.
Und was hat sich seit
dem Kontakt mit Sascha verändert?
ALLES:
Fila bleibt entspannt in ihrem
Körbchen liegen, ich kann mich wieder frei in der Wohnung
bewegen
sobald ich mich, oder ein anderer,
draußen entferne, habe ich erreicht, dass Fila liegen bleibt oder dass ich sie
durch geringen Körpereinsatz sehr schnell beruhigen kann und sie sich wieder
entspannen kann
mit anderen Artgenossen ist ihr
Verhalten unterschiedlich, ohne Leine ist es wesentlich leichter Kontakt
zwischen ihr und anderen Hunden aufzubauen, an der Leine ist es teilweise noch
schwierig, ABER ich weiß, wie ICH agieren muss und bin mir sicher, dass sich
das harte Training bald komplett bewährt
entspanntes Spazierengehen, Fila
kann ruhig neben mir gehen, ohne alles kontrollieren/markieren zu müssen. Auch
vorbei gehen an Menschen ist kein Problem mehr, Fila registriert die Menschen,
aber es ist kein Problem mehr für sie
Sobald die Tür klingelt, gibt sie
ein Zeichen, bellen, dass jmd. dort ist, danach übernehme ich die Situation und
mein Hund liegt entspannt im Körbchen und begrüßt erst, wenn ich ihr das O.K.
dazu gebe
Ihre Stress-Schuppen und das ewige
Stressabschütteln sind WEG!!!
Viele Freunde sagen
mir nach Besuchen, wie ruhig und entspannt meine Hündin und es im allgemeinen
bei uns geworden ist, ich bin sehr stolz darauf!
Es ist so wichtig,
seinem Hund Auslastungsmöglichkeiten zu geben, ihn verstehen zu lernen und die
Führung zu
übernehmen.
ICH bin der
Rudelführer und meine Fila darf endlich wieder Hund
sein.
Durch Sascha`s
Kompetenzen und seine feinfühlige Art gegenüber Mensch und Tier, kann ich wieder
sagen, dass es Spaß macht, einen Hund zu haben und jeden Tag einen Begleiter zu
haben. Sascha ist ein persönlicher Hundeflüsterer und nebenbei auch noch ein
hilfreicher Paartherapeut :)
FAZIT: Es heißt
tatsächlich Problemmensch und nicht Problemhund :) read more