Der "Prösslbräu" auf dem "Adlersberg" - Tolle Lage, gutes Bier, mehr aber dann auch nicht...
Wohne seit zweieinhalb Jahren im wunderschönen Regensburg und habe die Stadt und ihr Umland sehr gut kennen- und liebenlernen dürfen. Was mir aber auf dem Adlersberg wiederfuhr, war einfach nur übel.
Im Sommer des letzten Jahres (2010) fuhr ich mit meinen Eltern zum Berg hinauf, um mit Ihnen einen herrlichen Sommerabend im Biergarten zu verbringen. Sie waren schon einige Male zu Gast bei mir und so wollte ich Ihnen neben dem Spitalgarten oder dem Biergarten im Stadtpark auch mal den Adlersberg zeigen.
Ein Ort, der, wie ich finde, die Bayrische Lebensart auf wunderbare Weise verkörpert: Kultur, Tradition und Lebensfreude.
An eben selben Abend aber, lies die Bedienung, wie schon andere Male zuvor, als ich alleine oder mit Freunden dort war, auf sich warten, was ich hier in Bayern ansonsten eher als orginell und urig empfinde, denn wir sind ja schließlich nicht auf der Flucht. Wenn man dann aber das Gefühl vermittelt bekommt, hier ist der Sevice der König und man selbst ist nur geduldet, dann droht der Schuss schon nach hinten loszugehen.
Nachdem wir 15 Minuten gewartet hatten, bestellten wir die Getränke, nach weiteren 15 Min. wurden diese dann gebracht und die Essensbestellung aufgenommen. Im Biergarten saßen so ca. vierzig Leute und drinnen war nix los. Unser Essen erreichte uns eine dreiviertelstunde nach der Bestellung mehr kalt als warm und dann fehlte schließlich noch mein Besteck, was wiederum nach fünf Minuten gebracht wurde. Derweil hatte mein Schweinsbraten die Umgebungstemperatur angenommen und ich war froh, dass es ein warmer Sommerabend war.
In der Regel bin ich ja ein geduldiger Mensch, der auch viel Verständnis für arme Servicekräfte aufbringt, die an einem Sonntagabend, nach acht Stunden Schicht und schlechtem Trinkgeld, in einem Biergarten kein Lächeln mehr übers Gesicht bringen, aber derart barsch das Besteck hingepfeffert zu bekommen, dass geht mal überhaupt nicht.
Es kam aber noch viel schlimmer. Als ich meinen Knödel aufschnitt, verbarg sich darin ein 15cm langes Haar und ich war im wahrsten Sinn des Wortes bedient. Ich lies dass Essen, ohne etwas neues zu bestellen zurück in die Küche gehen, wobei ich visuell wie ein Verbrecher angestarrt wurde. Denkt Ihr jetzt aber, dass war's, dann aufgepasst! Als meine Mutter nämlich ihr Schnitzel fast aufgegessen hatte und sich daran begab, die Pommes Frites zu verspeisen, tauchte unter dem Häufchen Pommes eine 5 Cent große, tote Schmeißfliege auf. Echt widerlich und ekelerregend. Auch diesen Teller ließen wir in die Küche zurückgehen, bezahlten dann einen Schweinsbraten (den meines Vaters), dazu 6 Getränke, denn mehr hatten wir in gut zwei Stunden ja nicht bekommen und fuhren, gesättigt von Eindrücken, in die Stadt zurück, wo am nächsten Morgen zwei Mal Herpes auf uns wartete. Guten Appetit! read more