Burg Lenzen
Gastfreundschaft
Hallo,
wir waren tagelang im Wendland wandern und haben am 12. Oktober 2009 die Elbe überquert, um die wunderbare Stadt Lenzen, eine der ältesten Städte der Mark Brandenburg, und die einzigartige Natur zu erleben.
Wir wurden von der Sonne und den Rufen der ziehenden Kraniche begrüßt - die Elbe gurgelte still und friedlich in ihrem Bett - der Fährmann erzählte uns von seinem Tagewerk, seine Offenheit begeisterte - der Küster der St. Katharinen Kirche kam zufällig vorbei und ließ uns in die zuvor verschlossene Kirche ein, in dieses interessante Kleinod und erklärte uns die Geschichte der Kirche - es war wunderbar.
Da wir NABU-Freunde sind waren wir gespannt auf die Ausstellung in der Lenzener Burg.
Danach wollten wir im Hotel der Burg speisen.
Wir waren zu drei Personen mit unserem Galgo-Rüden vom Tierschutz aus Spanien. Er legte sich still und unauffällig unter den Tisch. Ein weiterer Tisch war mit vier Ausflüglern besetzt. Wir waren leider nur wenige, die diesen herrlich sonnigen, wenn auch kalten Tag im Hotel-Restaurant genießen wollten.
Fünf Minuten, nach dem wir durch die schüchterne Auszubildende begrüßt wurden, kam eine bestimmt wirkende Service-Mitarbeiterin und erklärte uns, sie habe sich beim Chef rück-versichert, doch seien Hunde in diesem Restaurant nicht erlaubt.
Ich möchte nun nicht erklären, wie ich mich gefühlt habe doch das kann doch nicht wahr sein.
Mir ist bewusst, dass das AGG hier nicht greift, da es nicht um Einstellung oder den Zugang zu und die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen geht, da es weder die Religion, die Sexualität noch das Alter betrifft.
Auch möchte ich nicht die Freiheit in Vielfalt nach Werner Schulz bemühen.
Doch mir fehlen einfach die Worte Nein, ich bin ent-rüstet.
Es ist und bleibt ein tief haftender Eindruck der Gastfreundlichkeit der Stadt Lenzens.
Ulrich Haarhaus read more