Wir waren für ein romantisches Wochenende in Potsdam. Von Seiten unseres Hotels wurde uns die Villa von Haacke empfohlen. Also zum Abendessen einen netten Tisch reserviert. Wir bekamen einen netten Tisch in einer Nische. Die Heizung lief auf vollen Touren, musste sie aber auch, da das Fenster nicht ganz dicht war. Klima war aber trotzdem angenehm. Ambiente ebenfalls stilvoll bis auf ein paar billige Weihnachs-Papiertischdeckchen. Wir bestellten also eine Vorspeise. Meine Frau wollte das Thunfischcarpaccio für 12,50 Euro, der Kellner bot uns aber mit Nachdruck einen gemischten Vorspeisenteller für uns beide mit Rindfleischcarpaccio, Thunfischcarpaccio, Vitello Tonnato und angebratenem Gemüse an der leider nicht auf der Karte stand. Ich wollte noch nach dem Preis fragen, aber dachte mir, viel mehr als das Thunfischcarpaccio kann das auch nicht kosten. Wir bekamen ihn dann auch und er schmeckte sehr gut. Allerdings war es eher ein Teller für eine Person.
Als Hauptgang hatte ich Schollenfilet, welches fachmännisch vor meinen Augen filetiert wurde und meine Frau hatte Kalbshaxenkotelett. Beides sehr schmackhaft.
Die große negative Überraschung kam dann mit der Rechnung. Es wurde uns für den gemischten Vorspeisenteller 3 (!!!) Gerichte in Rechnung gestellt. 1 x Thunfischcarpaccio (12,50 Euro), 1xRindercarpaccio (10,50 Euro) und 1 Vorspeisenteller (8 Euro). Somit sollten wir für diesen kleinen Vorspeisenteller unglaubliche 30,50 Euro zahlen. Nachdem ich dies reklamierte, wurde eine Story erzählt, dass nur der Chef die Rechnung ändern könne und leider im Moment nicht da sei. Der Kellner könne den Preis für die Vorspeise nach vielem Hin und Her angeblich nur auf 25 Euro reduzieren und müsse die Differenz zum normalen Preis aus seiner Tasche bezahlen.
So zockt man seine Kunden ab, empfiehlt Speisen die nicht auf der Karte stehen, und fragt der Gast nicht nach was das Gericht kostet, dann wählt die Villa von Haacke einfach den Wunschpreis. Aber anscheinend lebt man dort von 1x Kunden. Übrigens bestätigte man mir im Hotel, dass dies nicht das erste mal sei, dass Kunden dort so etwas erlebt haben. Im anderen Fall wurde eine Flasche Wein angeboten (nicht auf der Karte), die sich am Ende als 60 Euro teuer offenbarte!
Die Gastronomie ist sicher ein hartes Geschäft, aber wer es so nötig hat seine Kunden über den Tisch zu ziehen, muss auch mit Gegenwind rechnen. Hier ist er! read more