Das Templiner Berliner Tor ist über 600 Jahre alt. Es gehört zur 735 Meter langen bis zu 7 Metern hohe Stadtbefestigung der uckermärkischen Stadt.
Auf einem Feldsteinsockel wurde passend zur Zeit im 14. Jahrhundert ein dreietagiger Backsteinbau "aufgesetzt". Man findet an ihm für den Baustil charakteristischen Elemente wie Spitzbögen, Blendnischen, Staffelgiebel und Fensterrahmen.
Die Tordurchfahrt ist mit großen massigen Blumenkübeln versperrt. Links und rechts des Turmtores sind Durchgänge in der Stadtmauer.
Die stadtseitige Fassade ist wunderschön gestaltet. Die Bürger der Städte zeigten mit derartig gestalteten Bauten ihren Wohlstand, so wie es die Kirchen auch taten.
Nach Außen hatte er einen begehbaren Wehrgang und einen Vorbau für ein Fallgatter. Die sind natürlich noch vorhanden, aber die Zeit der Pflicht ihres Funktionierens ist längst vorbei.
Das Tor wurde dann Mitte des 19. Jahrhunderts als Kornspeicher um- und ausgebaut. Er erhielt an der Ostseite einen Erker, dessen Funktion die Aufnahme der Hebetechnik für die Getreideeinlagerung war.
Hinter der Torfassade befindet sich heute die museale Ausstellung "Lebensräume", die leider bei unserem Templin-Besuch nicht geöffnet war. Sie befasst sich mit der Geschichte der Gegend, beginnend mit der Eiszeit bis zum heutigen Leben und der Nutzung des Naturparks Uckermärkische Seen und Biospärenreservat Schorfheide-Chorin... read more