Dass der Domplatz in Wetzlar auch Buttermarkt heißt, ist eine Kuriosität, die man eher nebenher zur Kenntnis nimmt, zu sehr überwiegen die optischen reize des Platzes, den ich eigentlich schön nennen möchte, denn die historischen Gebäude sind wunderschön, der Dom alles überstrahlend, wenn auch meist in Gerüsten, die alte Hauptwache, die Wohnhäuser mit Fachwerk und Lokalen wäre da nicht der Schandfleck Wetzlars. Auch Einheimische können sich nach über zwanzig Jahren nicht an das braune Glas-Beton-Elend gewöhnen, das die Stadt an eine der bevorzugten Ecke des Platzes, genau zwischen ehemaligem Reichskammergericht und Dom, gesetzt hat. In den frühe 1980ern war das in der Architektenszene schick und zeigt uns als bleibendes Mahnmal der abgrundtiefsten Hässlichkeit, wie sehr es nötig wäre, eine Ästhetik-Kommission zu begründen, die die Machwerke aller aber auch aller Architekten vor Bauausführung genehmigen müsste und diese Kommission müsste zwangsweise aus Menschen mit normalem gesunden Menschenverstand und ästhetischem Empfinden bestehen. Wie vieles könnte man verhindern, denn die hiesige Grausamkeit reiht sich ja nur in viele Geschmacklosigkeiten in Deutschland ein, die insbesondere nahe schöner historischer Altbauten immer wieder gern begangen werden, angeblich um moderne Frische und Kreativität in die Ortschaft zu bringen. Tja, armer Domplatz in Wetzlar ich bin sonst ja nicht für gewaltsame Lösungen, aber wenn ein Islamist hier noch eine alte russische Bodenrakete übrig hat bitte melden, dieser Kontrast ist unerträglich! Sternchen gibt es für die anderen Bauwerke hier read more