Eine Düne hinter der Norddorfer Vogelkoje und ca. 2000 Jahre in der Zeit zurück liegt das eisenzeitliche Dorf.
Schon vor vielen Jahren entdeckt und ausgegraben sah man lange nur die wenig spektakulären Grundrisse einiger Langhäuser und man brauchte schon viel Vorstellungskraft, um sich gedanklich in die damalige Zeit zurück zu versetzen. Einige Infotafeln erleichtertem einen die Zeitreise, aber die meisten Touristen und Besucher gingen nur schnell daran vorbei Richtung Quermarkenfeuer und Strand.
Dies änderte sich erst mit dem originalgetreuen Nachbau eines solchen Langhauses vor ca. zwei Jahren.
Seitdem kann man tatsächlich eine kleine Zeitreise machen und sich vorstellen, wie die Kimbern zur Zeit Christi an der Nordseeküste (damals war dies alles noch Festland vor den großen Mandränken) gelebt haben.
Das Haus ist in Ständerbauweise gebaut mit einem Reetdach und Grassoden als Wände. Die linke Hälfte war Wohn- und Schlafplatz und in der rechten Hälfte was das Vieh untergebracht.
Bis in das späte Mittelalter hinein gab es auf Amrum noch keine Dünen (deren Entstehung übrigens bis heute noch nicht restlos geklärt ist und die zur Zeit ihrer Entstehung eigentlich eine ökologische Katastrophe war, denn dadurch ging viel Ackerland verloren). Die Menschen lebten von Ackerbau und Viehzucht ein sehr einfaches, karges und hartes Leben.
In einem nahegelegenen weiteren Dünental hat man ein noch viel älteres Großsteingrab entdeckt.
Zusammen mit der Vogelkoje, dem Naturerlebnisraum Meeram, dem Wald und dem Bohlenweg zum Quermarkenfeuer durch die fantastische Dünenlandschaft ist das eisenzeitliche Dorf ein tolles Ausflugsziel für große und kleine Amrumliebhaber. read more