Bizarre Überbleibsel der letzten Eiszeit.
Auf unserem Rückweg von Grand-Dixence (http://www.qype.com/place/2142027-Barrage-de-la-Grande-Dixence-Heremence#review_3334211) machen wir einen kleinen Umweg nach Euseigne um eine der bedeutendsten erdwissenschaftlichen Sehenswürdigkeiten der Alpen (laut Wiki) zu besuchen.
(Siehe Foto unten)
Von Dixence kommend, durchquert man Euseigne, um gleich darauf im Val d'Hérémence, welches hier mit dem Val 'Hérens (Eringertal) verschmilzt, die Erdpyramiden von Euseigne zu erblicken.
(Siehe Foto unten)
Die Straße durchquert sogar eines diese Felsformation, kurz vor und hinter der Unterführung befinden sich am Straßenrand Parkbuchten. Hier kann man sein Auto stehen lassen und sich in Ruhe diese merkwürdig geformten Pyramiden ansehen.
(Siehe Foto unten)
Erdpyramiden gibt es weltweit, in Europa vor allem im Alpenraum. Die Ursprünge der Erdpyramiden von Euseigne gehen zurück bis zur letzten Eiszeit (vor rund 80.000 bis 10.000 Jahren). Damals war das Eringertal vom Eringergletscher bedeckt, der, wie Gletscher so sind, jede Menge Geröll mit sich herumschleppte. Dieses Geröll, das auch eine Menge großer Felsbrocken enthielt, wurde durch das enorme Gewicht von rund 1000m Gletschereis zusammengedrückt.
(Siehe Foto unten)
Als der Gletscher sich am Ende der Eiszeit nach Süden zurückzog, lag diese zusammengepresste, äußerst harte Geröllmasse frei, trocknete aus und bildete eine sogenannte Betonmuräne. Niederschlag, Schmelzwasser und Temperaturschwankungen sorgten in Jahrtausenden für eine Erosion dieser Masse, aber dort, wo die großen Felsbrocken in der Betonmuräne eingeschlossen waren, wurde das darunterliegende Gestein geschützt und blieb stehen.
So sind diese Pyramiden entstanden, die teilweise noch ihre Schutzkappen tragen.Wenn diese Kopfsteine irgendwann herunterfallen, zerbröselt das Gestein darunter innerhalb von Jahrzehnten.
(Siehe Foto unten)
Die Erdpyramiden von Euseigne werden also irgendwann verschwunden sein. Noch kann man sie besuchen, wer die Gelegenheit dazu hat, sollte diese nicht versäumen. read more