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From abraeg's review
Nov 19, 2013
Allgemein Nach all den guten Kritiken dieses Restaurants, das ja nur ca. 20 km entfernt liegt, beschlossen wir, dort einmal Essen zu gehen. Der erste Versuch war zu kurzfristig und wir bekamen bei der telefonischen Reservierung keinen Tisch mehr. Am Wochenende darauf hatten wir dann mehr Glück. Das Restaurant befindet sich völlig abseits in einer Wohnstrasse eine kleinen Dorfs. Das Haus sieht aus, wie ein typisches Einfamilienhaus so aussieht. Nur dass auf der Strasse davor viele Autos stehen und das Haus mit Leuchtreklame und Schildern auf sein Restaurant Dasein aufmerksam macht. Vor dem Eingang stehen allerlei Weinflaschen und Blumetöpfe. Wir treten ein und werden sogleich nach der Reservierung gefragt und zwischen Theke und Garderobe durchgeführt. Die Jacken werden uns gleich ausgezogen und wir werden zu unserem Tisch im hintersten Raum gebracht. Bedienung Unsere Getränkewünsche werden aufgenommen und kurz darauf schon serviert. Der Lambusco (0,25) kommt in einem Kännchen und ca. 1 cm ist schon in den riesigen Weinkelch eingegossen. Sieht imposant aus. Mein Weißbier dagegen ist eher eine Kinderportion (0,3l) Die Kellnerin fragt wiederholt ob alles in Ordnung ist, wird jedoch nie aufdringlich dabei. Der Chef (das nehme ich zumindest an) betritt den Raum und erklärt die Speisen, die auf der Tafel an der Wand von Hand und in Italienischer Sprache wie mit dem Linieal gezogen notiert sind. Er erklärt zunächst noch einige Vorspeisen, die nicht auf der Tafel stehen, um dann alle gelisteten Speisen ausführlich und andächtig mit ausschweifenden Handbewegungen zu erklären und zu empfehlen. Dieses Ritual wiederholt sich noch einige Male an diesem Abend, da sich immer wieder neue Gäste einfinden, denen er alles noch einmal mit exakt der gleichen Inbrunst und Andacht und Gestik erklärt. Es gab ca. 6 versch. Vorspeisen, ca. 4 Preisgünstige Hauptspeisen (jeweils ca. 12 €) und ca. 6 Hauptspeisen, die zw. 19 und 25 € liegen. Die Tafel bzw. die Speisen darauf werden täglich neu zusammengestellt, so daß es nicht sinnvoll wäre, diese alle aufzuzählen. Ich konnte Sie im Nachhinein auch mit Hilfe des Fotos nicht mehr entziffern. Das fiel mit schon auf der Tafel nicht leicht. Leider kann man sich die andächtig vorgetragenen Erklärungen auch nicht alle merken. Da hat eine klassische Speisekarte doch auch ihre Vorteile. Das Essen Auf dem Tisch ist ein Brotkorb, gefüllt mit frischem Weißbrot, bedeckt mit einem Tuch. Dazu wird ein Töpfchen mit einer gewürzten Majonäse gereicht. Kurz darauf wird noch ein Gruß aus der Küche serviert (siehe Bild): Ein Weißbrotwürfel von ca. 3 cm Kantenlänge, das auf einer Seite eine braune Kruste hat. Eine andere Seite (nicht die gegenüberliegende) ist großzügig mit einer (rot-braunen) Tapenade belegt. Es knirscht und knuspert beim Hineinbeißen, so knusprig ist der Happen. Nicht zu hart, genau richtig. Die Tapenade besteht hauptsächlich aus Oliven und getrockneten und eingelegten Tomaten und schmeckt sehr würzig, aber nicht zu salzig. Ein Genuss, der für den weiteren Abend hoffen lässt. Wir bestellen 1 x Vitello Tonnato als Vorspeise Ravioli Rucola Capes Gnocchi Barbabietole Piccola Pizza Salami (für meinen Sohn) Das Vitello Tonnato bestand aus hauchdünn geschnittenem Kalbfleisch (in etwa wie für ein Carpaccio), bestrichen mit einer würzigen Tunfischsoße, garniert mit Kapernäpfeln.(Siehe Foto). Es war wunderbar zart und wohlschmeckend und machte den Gaumen neugierig auf das, was noch folgen sollte. Di "Gnocchi Barbatietole" (it. Barbatietola = rote Beete, siehe Foto) bestanden aus (mit roter Beete) rot gefärbten und aromatisierten Gnocchi, die dadurch einen leicht süßlichen Geschmack hatten. Außerdem gedünstete Fenchelstückchen sowie Bohnenschoten. Das ganze in einer tomatig schmeckenden Sauße, überdeckt von frisch geriebenen Parmesan. Ein wunderbares Zusammenspiel von unterschiedlichen Aromen, die man einfach nur genießen kann. Es ist erstaunlich, wie man aus solch einfachen Zutaten ein solches Geschmackserlebnis zaubern kann. Die "Ravioli Rucola Capes" (siehe Foto) waren sowohl gefüllt mit einer Rucolapaste als auch bedeckt von frischen Rucolablättern. Daraf lag eine braun gebratene dicke Jakobsmuschel. Das ganze garniert mit gehäuteten Kirschtomaten. Auch hier war das Geschmackserlebnis traumhaft und übertraf alle Erwartungen. Die Piccola Pizza Salami war alles in allem in Ordnung, aber im Vergleich zu den oben beschriebenen Highlights sicher kein Grund, speziell dieses Restaurant zu besuchen. Aber es handelt sich ja auch nicht um einen Pizzeria mit holzbeheiztem Steinofen, sondern eher um ein italienisches Feinschmeckerlokal. Mein Sohn war jedenfalls zufrieden. Die Frage nach der kreativen Küche konnte ich (abgesehen von der Pizza) noch selten so überzeugt mit "ja" beantworten wie hier. Wir werden sicher wieder kommen und uns hier verwöhnen lassen. Das Ambiente In der Mitte des Raumes steht eine vergleichsweise riesige und schwer aussehende rote Schneidemaschine, in ... read more

