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From biancaneve's review
Aug 22, 2007
Es ist schon lange her, dass ich diesen wunderbaren Ort, hoch oben auf dem Berg, das erste Mal besucht habe. Immer wieder war uns bei Fahrten nach Triest oder Besuchen in Miramare ein dreieckiges Gebäude auf der Höhe aufgefallen. (Man sieht sie auf einem Foto in meinem Bericht über Miramare) Irgendwie zog uns dieses Gebäude an und wir beschlossen, dorthin zu fahren. Aber wie? Niemand konnte uns einen Hinweis geben - manchmal wage Erklärungen, aber eine wirkliche Wegbeschreibung? Nichts dergleichen. Das konnte uns aber nicht abhalten; es erwachte unser Pfadfindergeist - was wir sehen wollen, das finden wir auch ;-). So machten wir uns an einem Vormittag gut ausgerüstet mit Proviant auf den Weg, auf die Suche nach diesem 'Dreieck'. Wir starteten in Villa Vicentina, dem Ort, wo ich geboren bin und fuhren auf die Straße, die Venedig mit Triest verbindet. Vorbei am Flughafen Ronchi, dem Flughafen von Triest, über Monfalcone, einer alten Stadt, die berühmt ist, für die wirklich riesige Werft, in der Kreuzfahrtschiffe gebaut werden und den nördlichsten Hafen der Adria, in dem schon im ersten Halbjahr diesen Jahres 2.455.187 Tonnen Waren umgeschlagen worden sind. Hinter Monfalcone fuhren wir ab von der Küstenstraße - hinauf in den Karst. Der Karst ist ein felsiges Gebiet (bestehend meist aus Kalkstein, Dolomit, Gips und Steinsalz), in denen das Regenwasser in den Boden einsickert und in dem aus diesem Grund in den Sommermonaten Flüsse und sogar Seen eintrocknen. Eine eigenartige, wunderbare Landschaft - ein wenig davon sieht man bei den Fotos zu meinem Beitrag Monte San Michele, der ja auch im Karst liegt. In Kriegszeiten wurden die Pflanzen des Karst zerstört, verbrannt, um bessere Sicht zu haben. Heute ist Gott sei Dank viel wieder aufgeforstet worden. Es ist eine wilde Landschaft - ab und zu eine Steinhütte, die sich Schäfer zum Übernachten gebaut haben - ansonsten nur Steine, Bäume, wildes Gras und wunderschöne Blumen. Durch diese Landschaft fuhren wir nun kreuz und quer, ungefähr wissend, wo 'unser Gebäude' liegen muss. Dabei entdeckten wir winzig kleine Dörfchen - u.a. das Dörfchen Prosecco - ein Dorf/Dörfchen, dem die dort zuerst angebaute Traube heute Weltruhm verschafft hat. Irgendwann nach vielen vielen staubigen Straßen, Hin und Herfahren, Umkehren, neuen Wegen, gab es plötzlich ein winzig kleines verrottetes Schild auf dem stand: Santuario Monte Grisa. Das muss es sein dachten wir und folgten diesem Hinweis. Wir erreichten einen riesigen Parkplatz, der davon kündete, dass wohl viele Gäste erwartet werden. Nachdem wir unser Auto unter einer Kiefer abgestellt hatten, gingen wir den einzigen Waldweg, der weiter in die Höhe führte hinauf und.... ja, ich muss es so sagen - oben angekommen, blieben wir fasziniert stehen. Vor uns stand unser 'Dreieck'. Eine aus meiner Sicht faszinierende architektonische Leistung. Ich vergleiche es immer mit einem Kartenhaus und wenn ich es anschaue, so denk ich oft, hoffentlich kommt kein Wind und bläst es um. Was aber hat es mit unserem dreieckigen Gebäude auf sich? Das Heiligtum Monte Grisa ist eine Kirche, ein Wallfahrtsort. Ein wenig zur Geschichte: Im Jahr 1945 legte der Bischof von Triest ein Gelübde zur Rettung der Stadt Triest ab, ein Heiligtum zu erbauen, im Namen von ganz Italien. Es sollte ein Tempel werden für alle Diözesen Italiens. Im Jahr 1959 entschied Papst Johannes XXIII (ein großes Vorbild für mich), dass der Neubau der Gottesmutter Maria geweiht werden soll. Ein Sinnbild und eine Bitte um die Einheit der Völker. Von April bis September gab es eine Pilgerfahrt der Gnadenstatue von Fatima durch Italien - u.a. auch nach Triest. Als der Bischof von Triest am 17. September 1959 das Gnadenbild von Fatima in der Hand hielt, erinnerte er sich an sein Gelübde und betete "Bleibe bei uns, Maria". Zwei Tage später wurde auf dem Monte Grisa der erste Stein des großen Baues angelegt. Am nächsten Tag wurde die Statue zur Capelinha von Fatima zurückgebracht. Alle wünschten sich für die neue Kirche eine Statue der Madonna von Fatima und dafür sorgte der Bischof von Fatima, Mons Joao Pereira Venancio. Er selber brachte auf dem Seeweg eine solche Statue nach Triest. Am 7. Juni 1960 wurde sie in einer großen Prozession vom Hafen zum Triester Dom San Giusto getragen. Im Mai 1965, am letzten Sonntag des Monats, konnte Erzbischof Mons. Santin die erste hl. Messe im neuen Gotteshaus - obwohl noch Baustelle - feiern. Am 22. Mai 1966 wurde die Kirche von Kardinal Antoniutti festlich eingeweiht. Der Patriarch von Venedig, zwei weitere Kardinäle und 20 Bischöfe nahmen ebenfalls an dieser Einweihung teil. Seit dieser Zeit ist das Santuario di Monte Grisa Ziel vieler Wallfahrten aus Italien und ganz Europa. Jedes Jahr an Christi Himmelfahrt wird das Patrozinium dieser Kirche gefeiert und die Statue der Gottesmutter wird nach draußen getragen, um Triest und ganz Italien zu segnen. Ich betrat diese außergewöhnliche Kirche und war total gefangen und fasziniert von ihrer read more


















