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From Michael's review
Sep 12, 2023
Am dritten Tag in Weimar begann ich meine Museumstour mit dem "Museum Neues Weimar", wie das frühere "Neue Museum" seit 2020 heißt. Wie fast nicht anders zu erwarten, war Yelp natürlich wieder einmal nicht gewillt, eine Änderung umzusetzen. "Neues Museum" (Name seit 1999) war vielleicht etwas irreführend, da sich das Museum gerade nicht in einem Neubau befindet- und "Museum Neues Weimar" passt zur jetzigen Ausrichtung/Präsentation, die das Museum seit 2019 zum Bestandteil des Quartiers Weimarer Moderne macht (weshalb sich für den Besuch beispielsweise die Moderne Card empfiehlt). Fangen wir einfach mal in der Historie an. Von 1864 bis 1869 wurde in Formen der Neorenaissance das Großherzogliche Museum errichtet. Im Museum war zunächst die Kunstsammlung des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach untergebracht; später stellte es Werke der Weimarer Malerschule aus. Von 1919 an hieß es Thüringisches Landesmuseum. 1937 wurde das Museumsgebäude in das Gauforum eingebunden - und durch Luftangriffe beschädigt. In der unmittelbaren Nachkriegszeit und zu DDR-Zeiten war es zunehmend dem Verfall preisgegeben. Erst 1988 begannen Sicherungsmaßnahmen, der Wiederaufbau des Museums fand dann von 1996 bis 1998 statt. Ab 1999 bis 2017 gab es hier (mit dem neuen Namen "Neues Museum") Wechselausstellungen. Nun gibt es hier die Dauerausstellung "Wege zum Bauhaus: Van de Velde, Nietzsche und die Moderne um 1900". Das durchaus prächtige Museumsgebäude ist primär über eine Freitreppe zu erreichen, im Erdgeschoss findet man Kasse und "Shop" (es ist eher ein Shoptisch) sowie einen Teil der Ausstellung. Der Rundgang beginnt aber im Obergeschoss, wird dann im Erdgeschoss fortgesetzt und schließlich gibt es auch noch Bereiche im Untergeschoss. Etwas außergewöhnlich. Aber irgendwer wird sich was dabei gedacht haben... Der Rundgang führt einen praktisch Richtung Bauhaus- mit besonderer Akzentuierung auf wenigen seinerzeit prägenden Figuren: Harry Graf Kessler, Elisabeth Förster-Nietzsche, ihrem Bruder Friedrich Nietzsche und last but not least Henry van de Velde. Die Ausstellung ist logisch aufgebaut und führt die Besuchenden dann "zwangsläufig" im Erdgeschoss auch zu Möbeln und anderen Gegenständen, die praktisch unmittelbare Vorläufer des Bauhauses gewesen waren. Leider musste ich im Erdgeschoss abrupt umdrehen- denn wegen des Aufbaus einer seit kurzem laufenden Nietzsche-Sonderausstellung waren mehrere Räume nicht zugänglich. Auf sowas kann man eigentlich auch an der Kasse hinweisen- ist für mich ein wenig unprofessionell, wenn man plötzlich in einer Sackgasse landet... Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Rund 1 1/2 Stunden war ich im Museum Neues Weimar, was eigentlich schon eine ordentliche Zeit ist und genug sagt. Den Besuch kann ich definitiv empfehlen- vorausgesetzt, man kann mit dem Inhalt etwas anfangen. read more































