Frühjahr und Sommer 2018 - daran werden sich die Hannoveraner sicher noch lang erinnern. (Fast) immer warm, trocken und blauer Himmel. Nachts meist etwas kühler, also angenehm.
Dass die ungesprengten Rasenflächen immer brauner werden, die Feuergefahr steigt und die Agrarindustrie klagt, nimmt der Städter noch ziemlich gelassen hin. Zudem suchten wir eine gastronomische Freisitzfläche ohne grünen Rasen von der WM-Mattscheibe.
Im Oreo (griech. für "Schön") sieht man eh' keinen Rasen, das Lokal liegt an einem gepflasterten Platz direkt an der U-Bahnhaltestelle "Am Sauerwinkel" der U 3 und 7. Für Autos gibt es eine vorübergehende Heimat in der Seitenstraße gleich rechts hinter der Gaststätte.
Das Innere des Restaurants ist unprätentiös eingerichtet, atmet aber nicht mehr den Muff der gefühlt tausendjährigen Nachbarschaftsgriechen letzter Generationen. Aber warum immer braun und nicht mal griechisch weiß-blau ? Hat mir in Griechenland immer gut gefallen.
Auf der Terrasse geht ein leichter Wind und es lässt sich schön relaxen.
Ein Gruß aus der Küche kommt direkt nach den flugs herbei gebrachten Getränken: Eine gebratene Piemente mit Meersalz und einem Klacks Zaziki, beides eine schöne Einstimmung.
Wir bestellten
- Zaziki (köstlich und mit etwas Ölkräutern verziert)
- Oktopus gegrillt (sehr ordentlich und zart)
- Tarama und pikanter Schafskäse (gut)
- Gyros (gut gegrillt, würzig, aber an der Grenze zu versalzen - selbst für mich als Gernsalzer)
- Da uns kein Dessert aufs Haus (wie in Google Rezensionen oft erwähnt) angeboten wurde, bestellten wir auch Joghurt mit Nüssen und Honig - nicht auf der Karte: lecker
- Brot ist selbst gebacken und gut.
Ein schlichter Ouzo wurde uns angeboten, den wir dankend ablehnten. Warum wird da eigentlich nicht einfach gefragt, bevor die Gläser an den Tisch gebracht werden ?
Kleiner Tip: Probiert NICHT den Espresso, der war grauenhaft und ein Antiklimax zu dem gelungenen Essen. Vielleicht ist der griechische Kaffee besser. read more