Auf der Suche nach einem zur Mittagszeit geöffneten Lokal landeten wir im Poseidon in Pfeddersheim. Es liegt direkt an der Kreuzung gegenüber dem Bahnhof, Parkplätze sind im Hof vorhanden.
Ambiente: Ein älteres Backsteinhaus, das sowohl außen wie innen seine besten Tage schon hinter sich hat. Die Einrichtung ebenso. Die Filzfliesen am Boden stellen teilweise die Ecken hoch, an der Theke hängt wüstes Kabelgewirr, die Polsterung des dort lehnenden Kinderstuhls ist aufgerissen, ein Glas des Lampenschirms war zerbrochen usw.
Sauberkeit: Tisch und Geschirr waren sauber, auch auf den Fensterbänken kein Staub. Jedoch auf dem Heizungsgitter hatte sich der Knaster der letzten Jahre vehement festgebissen und der Rolladengurt sah aus wie frisch geteert.
Die Speisekarte in dem dicken Kunstledereinband fühlte sich auch leicht pappig an. Geboten werden die üblichen griechischen Gerichte.
Ich bestellte mir Kalamares vom Grill mit Knoblauchsoße und Reis (12,90 Euro). Zwei gegrillte Tintenfischtuben mit reichlich gehacktem Knoblauch, schwimmend in etwa einem halben Zentimeter Öl. Der Reis war aufgewärmt und wurde auf einem separaten Teller serviert. Aus den beiden Reiskugeln sickerte rötliches Öl, auch geschmacklich war der Reis hart an der Grenze.
Die Poseidon-Pfanne mit Pommes frites (17,20 Euro) war Lammfleisch, dick mit Käse überbacken. Die Qualität war soweit ganz in Ordnung. Leider wurden die Pommes frites auf einem kalten Teller gebracht, so daß sie schnell abkühlten.
Für das gebotene Essen und Ambiente sind die Preise an der Schmerzgrenze. read more