Letztes Jahr habe ich in Berlin nicht nur schöne Bahnhöfe gesehen. Sondern auch weniger schöne, eher ungemütliche, abschreckende Bahnhöfe. Darunter den S-Bahnhof Greifswalder Straße.
Man schrieb das Jahr 1875, es herrschte noch der einstige Kartätschenprinz als Kaiser Wilhelm I., als im Zuge der Ringbahn die Station Weißensee errichtet wurde. Benannt nach dem seinerzeit außerhalb der Stadtgrenzen liegenden Ort Weißensee. Diesen Namen behielt die ab 1929 von der S-Bahn bediente Station bis 1946, dann erfolgte die Umbenennung in Greifswalder Straße. Den Namen, den sie bis heute trägt. Bzw. wieder trägt, denn von 1986 bis 1993 hieß sie Ernst-Thälmann-Park.
Dem S-Bahn-Nutzer bietet sich heute ein gefühlt historisches Erlebnis. Ja, man kann hier aus- und ein- und sogar von der S-Bahn in die Tram (oder umgekehrt) umsteigen. Aber ein wirklich angenehmes Gefühl gibt einem diese Station jedenfalls am Mittelbahnsteig nicht. Wie bei der Ringbahn durchaus typisch, ist es hier sogar eher zugig.
So what, ich war zum Glück nicht gezwungen, mich hier lange aufzuhalten. War auch gut so. read more