Meinen Ausflug nach Kufstein Anfang September habe ich auch dazu genutzt, vor Ort etwas für das leibliche Wohl zu konsumieren. Vom Erstbesuch in Kufsteins City 2019 wusste ich noch, dass es gerade auch am Unteren Stadtplatz das eine oder andere Lokal gibt, das dem hungrigen und/oder durstigen Besucher Speisen und/oder Getränke offeriert.
Platz nahm ich im Gasthaus Osterauer. Genauer gesagt im dortigen Außenbereich, pardon, es ist ja in Österreich gewesen, also im Gastgarten. Wie es drinnen aussieht, kann ich deshalb nicht beurteilen- nach eigenen Angaben und der Präsentation auf der eigenen Homepage soll dieses Gasthaus ein "Original Tiroler Wirtshaus" sein.
Zumindest draußen war alles entspannt und nichts verkrampft. Für zwei Mitarbeiter des Hauses gab es Stühle vor der Tür, mit denen sie den Gastgarten im Blick hatten. Heißt dann aber auch, dass man nicht lange warten musste. Dann, wenn nichts zu tun war, haben die beiden Herren dann vermutlich an ihren Weinglästern genippt, die einsatzbereit standen.
Einer dieser beiden vom Jugendalter deutlich entfernten Herren kam auf mich zu, kurz nachdem ich Platz genommen hatte und begrüßte mich so, herzlich, dass ich hätte meinen können, ich sei Stammgast. Top.
Die Karte bietet keine Haubenküche, sondern eher "banale" Dinge. Zum Beispiel zahlreiche Schnitzel. Aber Schnitzel kann ich auch in Deutschland essen- und ein Wiener Schnitzel hatte ich erst ein paar Wochen zuvor in seiner Heimatstadt gegessen. Aber man findet ja auch anderes, was man so in Deutschland nicht unbedingt bekommt, auf der Karte. Da ich auf Reisen gerne mal auch im eher regionalen Bereich speise, orderte ich zum Essen Schlutzkrapfen mit brauner Butter und Salat dazu. Zum Trinken gab es Mittelstrahl, pardon, ein Radler. Kein Tiroler Bier, aber ein Salzburger Bier, das wirklich sehr bekömmlich und lecker ist. Gibt wirklich schlechteres als Stiegl.
Der Salat zu den Schlutzkrapfen kam dann zuerst- das war kein Alibi. Eher eine ordentliche Portion. So, wie auch die Schlutzkrapfen von der Menge her sehr ordentlich waren. Und geschmacklich top.
Ich habe meinen Besuch hier nicht bereut und konnte mich dann gesättigt langsam auf den Rückweg in mein Froschkönigreich machen. read more