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From Andreas' review
Dec 9, 2008
Der Norddeutsche im Allgemeinen und der Hanseat speziell als solcher trinkt ja deutlich lieber einen guten Tee als Menschen aus südlichen Gefilden - und ist bereit, hierfür auch einmal tiefer in die Tasche zu greifen, um ein paar Gramm einer blätterigen Kostbarkeit zu erwerben. Demzufolge weist Hamburg zumindest in den besser betuchten Stadtteilen eine vergleichsweise hohe Dichte an Teeverkaufsstätten auf. Was macht einen guten Teeladen aus? Am Anfang steht natürlich wie bei jeder Bewerbung der erste Eindruck - und der korreliert eindeutig mit den verkauften Accessoires, die in der Teeologie sehr reichhaltig sind. Hier bei Tea Time gibt es sie alle, in guter Qualität und breiter Varianz: Kekse aus kleinen Manufakturen, Stövchen, Schokoladen, Dekoration, Siebe, Teestrümpfe und natürlich den traditionellen Farbgeber der Teeläden, das Sortiment aus Teebechern, Tassen und Kännchen. Tea Time hat auch hier eine sehr ansprechende Auswahl und vor allem vom schottischen Marktführer Dunoon sehr schöne Naturmotive der feineren Art, nicht so viel von der etwas simplen und in meinen Augen eher unpassenden Comic Art, die Dunoon in den 1990ern einführte - ein Traditionsbruch, der vielleicht den Kundenstamm erweitert, aber diejenigen verprellte, die das traditionelle Design mit seinen feinen Blumen und gezeichneten Tieren im alten Stil bevorzugen (so auch mich). Nach den Äußerlichkeiten widmet sich der gehobene Teefreund dann dem eigentlichen Sinn des Ladens, der Teeauswahl. Hier hat Tea Time einiges zu bieten und vor allem eine eingehende Beratung durch die Besitzerin, die außer indischen, chinesischen und japanischen auch Tees aus ungewöhnlicheren Ländern wie Korea anbietet - und stolz darauf verweist, dass sie auch Produkte aus Vietnam (Drachenbrunnen) direkt ohne Zwischenhändler bezieht, weil sie die Entwicklung der Region fördern möchte. Ich werde angenehm beraten und mache mich mit einer Probierpackung koreanischen Grüntees von dannen, er heißt Der vergessene Garten - mit gut gesetzten Worten konnte man mich schon immer verführen read more





