Man schrieb das Jahr 1907, als AEG mit Planungen begann, die schließlich zur so genannten GN-Linie der Berliner U-Bahn, die eine Verbindung zwischen Gesundbrunnen und Neukölln schuf, führten. Zu einer Zeit, als in Berlin an mancher Stelle eher die Hochbahn en vogue war.
In Berlin dauert es gerne mal etwas länger. Was heute gilt, galt auch einst schon. Und so wurde nichts aus einer Fertigstellung der Linie bis 1918.
Doch immerhin schon 1928 ging er dann in Betrieb, der U-Bahnhof Moritzplatz, der zu Zeiten der Mauer der letzte Bahnhof der U 8 in Richtung Norden auf West-Seite war, bevor dann mehrere Geisterbahnhöfe folgten. Als Bauvorleistung für eine nie realisierte Linie von Treptow nach Moabit wurde unter dem Bahnhof der heutigen U 8 ein weiterer Bahnhof errichtet.
Der Bahnhof ist recht groß und für größere Fahrgastmengen ausgelegt. Das Zwischengeschoss unter dem namensgebenden Moritzplatz verfügt über mehrere näher beschilderte Ausgänge. Man muss also nicht die Straße überqueren, vielmehr unterquert man Platz und Straße. Und das ist in jede Richtung möglich.
Vor allem das Zwischengeschoss hat definitiv schon bessere Zeiten gesehen als bei meinem Besuch im Mai 2017 auf dem Weg zu einem denkwürdigen Racletteessen. Und Barrierefreiheit gab es leider auch noch keine. Wird sich zwar bestimmt auch noch irgendwann ändern.
Dieser Bahnhof hat klar Potenzial. Aber vor allem die Optik im Zwischengeschoss hindert mich daran, hier mehr als drei Sterne zu vergeben. read more