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From Ama- Ebi's review
Mar 5, 2013
Da ich die Industrie-Architektur des 19. Jahrh. sehr mag komme ich natürlich beim VOLT voll auf meine Kosten. Und freue mich das man den Charme auf genommen hat z.B. in den "kupfer" Lampen die mich an Hochspannungssysteme erinnerten und ich eigentlich damit rechnete das gleich Blitze zucken. Wir hatten einen Tisch auf dem Balkon in der ersten Etage, so das wir einen guten Blick auf den Hauptgastraum hatten und unbemerkt über andere lästern konnten. 19.30 Uhr war es noch recht leer füllte sich aber zusehends und als gegen 21 Uhr noch eine Busladung Italiener verköstigt wurde, war der Laden voll. Bestellt haben wir die Menüs zum einen: - Gebratenes Rotbarbenfilet mit Erbse und Passionsfrucht - Entenbrust mit Sellerieauszug und Kakao - Dry Aged Beef mit Pilze, Schwarzwurzel und roter Mangold - Aprikose und Valrhona Ivoire und das Berliner Menü: - Kaninchenrücken mit Blumenkohl und Apfel - Blutwurst, pur und als Ravioli, Kraut und Apfel - Zanderfilet, Rübchengemüse und Trüffelgraupen Nachtisch entfiel für meine Begleitung die leider schon satt war ;-) Das Essen war durch die Bank weg gut und bis auf eine Ausnahmen, rum um klasse und für den Preis fast unschlagbar. Die Ausnahme war die Entenbrust, bei ihr tat es mir um das Tier leid das dafür gestorben ist. Sie war vermutlich sous-vide gegart, was dem Fleisch zwar gut tut, aber leider nicht der Haut und dem Fett. Man könnte die Haut mit dem Fett zusammen ablösen, getrennt garen und nachträglich wieder vereinen, wie es z.B. Blumenthal in "The Fat Duck" macht. Die Idee mit dem Sellerieauszug und dem Kakao-Strich war einfallsreich und hätte ansonsten gepasst. Das besten waren die Fisch-Gänge, auf den Punkt gegart und wunderbar balanciert im Geschmack. Kompliment, der Fisch ist Sterne verdächtig! Dem Dry Aged Beef, auch sous-vide gegart, hätten ein paar mehr Röstaromen nicht geschadet, aber es war auch so sehr lecker. Blutwurst essen wir fast nur noch in den Berliner Restaurants. Köln hat ja auch eine Blutwurst-Tradition, aber die Hauptstädter bekommen sie sehr viel besser hin, so auch im Volt. Die Preis sind Berlin typisch günstig, sowohl was das Essen als auch die Weine angeht. Der Service ist aufmerksam, freundlich und auch als es zu brummen anfing, äußerst professionell. Gefallen hat mir auch das Detail, das die Toiletten-Trennwände (im Tiefgeschoss), mit den Balkongittern verbunden wurden. Design mäßig ist das schon ziemlich cool. Ein Bekannter meinte das der Chef Matthias Gleiß wohl einen Stern im Gault Michelin anstrebt. Keine Ahnung ob er das wirklich will (mir würden mehrere Gründe einfallen keinen Stern zu wollen ;-)) aber der Abend war nicht Sterne verdächtig. Mir fiel z.B. auf das die Anrichtung und die Portionsgröße, auch für den gleichen Tisch, nicht identisch war. Das ist kein Grund einen Aufstand zu machen und nimmt dem Essen auch nichts von seinem Geschmack, aber ich weiß das die Tester auf solche Sachen schon extrem achten.Wir waren zufrieden, die Preis/Leistung stimmt und wir werden gerne hier wieder Essen gehen. read more































