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From Karin's review
Feb 20, 2009
Vor zwei Tagen habe ich Wildenburg (http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Wildenburg_(Eifel) (Eifel) besucht, die Burg auf dem Wilden Berg. Schon die Anfahrt von Kall aus, war landschaftlich wunderbar. Es ging immer höher hinauf und damit in den Winter zurück. In dem mir völlig unbekannten Ort Benenberg (580m) ließ ich mich aussetzen. Es ging gleich zünftig los: der ca. 10 cm tiefe Altschnee war stark verharscht, es war etwas schwierig hindurch zu stampfen. Ich wollte gerne das Tal des Leiderbaches kennen lernen. Oha! Der Name war wohl ein Omen! Direkt leiden musste ich nicht, aber es wurde abenteuerlich. Auf der gesamten Waldstrecke waren die Wege wohl getaut, das Wasser hatte sich gut verteilt und dann kam der starke Frost zurück! Der Weg war eine Eisfläche. Ich hatte mir im letzten Moment die Tüte mit den Spikes geschnappt. Welch ein Glück, hier hätte ich mit einfachen Wanderschuhen nicht laufen können. Die Sonne ließ abertausend Tropfen an den Fichtennadeln funkeln. Beim genauen Betrachten entpuppten sich die Tropfen als kleine Eiskügelchen. Sie waren vor dem Herabfallen gefroren. Irgendwie hatte ich den bachnahen Weg verfehlt, ich musste also herunter. Weit und breit keine Abzweigung, also vorsichtig im Zickzack den Hang herunter gestitzelt (winzige vorsichtige Schrittchen). Kannst Du Dir vorstellen, wie schön es ist, wieder auf einem richtigen Weg zu stehen auch wenn er vereist ist? Ab jetzt konnte ich den Bach murmeln und plätschern hören. Der Bachlauf schlängelte sich in kleinen Bögen das Tal hinunter. Wasserspritzer waren zu eisigen Formationen erstarrt. Auf der heutigen Strecke habe ich sehr viele Rehe gesehen. Eines blieb ganz lange auf dem Weg stehen, äugte in meine Richtung und schritt dann leichfüßig in den Wald. Das Tal endet an der Wildenburg (520m). Ein kurzes Stück muss ich die Straße hinauf gehen. Auf der ganzen Strecke sind zu beiden Seiten Krötennetze gespannt. Die Wildenburg liegt in ihrer ganzen Pracht vor mir. Geschichtliche Kurzfassung: Ein Bruder erbte die Burg Reifferscheid (http://www.qype.com/place/41049-Burg-Reifferscheid-Hellenthal?lang=de) , der andere die Wildenburg (anno1195). Nach unglaublichem Hin und Her geht die Anlage 1715 in kirchlichen Besitz über. Der Palas wird in eine Kirche umgebaut. Ehemalige Fenster und Türen sind noch heute sichtbar. Nach der Säkularisierung bleibt die Hälfte der Burg in weltlichen Besitz, die andere Hälfte in kirchlichem. Ein Besitzer der halben Burg war der Lehrer Nikolaus Weyers (1827-1902). Er ist der Großvater des Kölner Dombaumeisters Willy Weyers. Auf dem Burggelände gibt es zwei Einkehrmöglichkeiten, der Gasthof Zur Wildenburg war geöffnet. Die alten Häuser sind aufs liebevollste gepflegt und erhalten. Den interessanten Kräutergarten (http://www.wildenburg-eifel.de/12.html) möchte ich gerne zu einer anderen Jahreszeit wiedersehen, am liebsten mit Führung. Die weiße Kirche erhebt sich majestätisch aus Felssteinen heraus. Der Innenbereich ist heimelig, die sonderbar schmale Orgel mit schönen Holzschnitzereien versehen. Am Hofbrunnenplatz steht die ehemalige Kellerei. Das schöne Haus wird heute als Schullandheim und Jugendbegegnungsstätte vermietet. An der seitlichen Außenwand ist ein zweckmäßiges Treppenhaus angebaut. Nachdem ich alles genau betrachtet hatte, klappte ich die Wanderkarte auf, um den Einstieg zum Fußweg zu finden. An der gut befahrenen Straße wollte ich nicht bis zum Ort Manscheid laufen. Als letztes Stück hatte ich mir den Weg entlang am Manscheider Bach ausgesucht. Es gab erste Stellen an denen das Wasser über die Ufer trat, die Wiese war überflutet. Der kleine Ort Wiesen an der Ecke zum Reifferscheider Tal ist für heute meine Endstation. Den Taxibus hatte ich mir rechtzeitig bestellt. Er kommt nach Fahrplan, man muss mindestens 30 Minuten vorher anrufen gut dass es Handies gibt. read more

