Der "Wilseder Hof" ist ein klassisches Ausflugslokal im Herzen der Lüneburger Heide, eines der größten und ältesten (seit 1921) Naturschutzgebiete Deutschlands.
Immer wieder kommen wir aus dem nahen Hamburg gerne hierher ins schöne Niedersachsen, um die Natur zu genießen.
Um in das kleine Örtchen Wilsede zum "Wilseder Hof" zu gelangen, muss man gänzlich auf das Auto verzichten, da die Zufahrtsstraßen im Naturschutzgebiet liegen und nur mit einer Sondergenehmigung genutzt werden dürfen.
Also wird in Undeloh geparkt - und ab geht's zu Fuß ins rund 3,5 Kilometer entfernte Wilsede. Gleich am Ortseingang steht ein beeindruckendes, reetgedecktes Niedersachsen-Haus - der "Wilseder Hof". 1374 wurde hier an dieser Stelle erstmals ein Hof mit Gasträumen urkundlich erwähnt. Das kleine Heidedorf war damals Pferde-Umspann-Station für den Kutschen-Frachtverkehr zwischen Hamburg und Hannover.
Das heutige Gasthaus wurde 1973 neu gebaut. Es ist ein Selbstbedienungslokal und verfügt über einen großen Selbstbedienungstresen, einen großen, gemütlichen Gastraum mit Kamin und rund 200 Sitzplätzen an Tischen. Außerdem einer kleineren Gaststube, die nur in der Hauptsaison geöffnet ist und in der dann auch bedient wird. Im Sommer gibt es einen Biergarten vor der Tür.
Spezialität ist hier die Buchweizentorte oder der gedeckte Apfelkuchen. Man erhält hier auch warme Spiesen wie Schnitzel, Grünkohl, Eintöpfe oder Wild. Die Küche ist eher einfach.
Gestärkt wird sich mit einem frischen Lüneburger Pilsener (Lüpi) vom Fass, dazu empfehle ich einen Heidegeist, ein sehr bekömmlicher Kräuterschnaps.
Die Wirtin ist leider nicht sehr gesprächig und geht wohl davon aus, dass die Gäste automatisch kommen. Zum Glück gibt es aber noch nettere Dorfbewohner, die gerne ein wenig plaudern.
Im Sommer kommen bis zu 10 000 Touristen täglich mit Kutschen, Fahrrädern und zu Fuß nach Wilsede - an einem verregneten Januartag waren es gerade mal eine handvoll.
Der "Wilseder Hof" hat zwischen Oktober und Ostern nur an den Wochenenden geöffnet. read more