Letztens nach Ewigkeiten mal wieder in der Trude gewesen.
Ich weiß nicht: meine Begeisterung der ersten Stunde ist großer Ernüchterung gewichen.
Ich bin zur Happy Hour dort gewesen. Man setzt sich in der Trude nicht einfach hin, sondern wird platziert. Ich frage freundlich, ob ich auf einen Cocktail Platz nehmen könne. Klar, folgen Sie mir bitte. Und dann werde ich an einem Zweiertisch platziert zwischen lauter speisenden Gästen. Halloh?! Auf die Idee, dass ich meinen Cocktail vielleicht einfach nur an der Bar trinken würde, kam der Herr offenbar nicht. Und ist auch ein wenig pikiert, das ich sein Tischangebot ablehne.
Ich bestelle einen Long Island Ice Tea. Soll zur Happy Hour die Hälfte des Normalpreises kosten und ich löhne am Ende über Sechs Euro. Ob ich eine Rechnung bräuchte, der Drucker sei leider gerade kaputt.........
Nee, Leute: also für heute war das nix; Nepper, Schlepper, Bauernfänger.
Überhaupt ist der Service zu emsig, um zugewandt sein zu können. Er scheint immer nur vorbeizufliegen. Das ist schade, denn das Ambiente ist an sich ist durchaus ansprechend. Hohe loftähnliche Hallen mit großflächigen Postern und Industriefenstern haben durchaus ihren Charme. Eine üppige, dekorativ ausgeleuchtete Bar sorgt für zusätzlichen Esprit.
Nett die Separees, gut geeignet für intimere Zusammenkünfte jeglicher Art.
Alles in allem nicht wirklich überzeugend, wenngleich das Niveau der Karte suggeriert: bei dem Preis kannste nix falsch machen. Ich habe allerdings nicht Probe gegessen.
Aus meiner Sicht ist Trude eine Location für's Quartier; extra herkommen würde ich nicht. Andere Gastronomien haben es mehr verdient, frequentiert zu werden. read more