Gemischte Gefühle
Nun nehme ich den gestrigen Abend zum Anlass, einen Vorfall zu schildern, der schon einige Monate zurückliegt.
Es war eines Morgens, so um 3 Uhr, ich sass mit einem Kumpi an der Bar mit dem Rücken zur Tanzfläche. Als mich von hinten ein Kerl bis in das Gemächt hinein angrabschte. Ich weiss, dass kann auch in anderen Läden passieren. Nicht aber, wie damit umgegangen wird. Darauf angesprochen, vermittelte mir der Mitarbeiter vom Burger eher den Eindruck, dass ich ein rassistischer Schwulenhasser bin, als den, gerade Opfer einer massiven sexuellen Belästigung geworden zu sein.
Auf meine Bitte, den Geschäftsführer oder einer Vertretung sprechen zu können, wurde ich, so mein Eindruck, an einen Rausschmeisser dritter Wahl verwiesen, mit dem ich nach ein paar Worten ins Englische wechselte, da er nicht genug deutsch sprach (oder zumindest so tat).
Darauf hin haben uns mein Kumpi und ich uns ins weitere berliner Abendleben davon gemacht, während der Grabscher drinnen vermutlich weiter seinen strafbaren Handlungen nachgehen konnte. Keinerlei Bemühungen seitens des Personals, dem irgendwie Einhalt zu gebieten.
Na ja, wie es so ist, bin ich doch mal wieder eingekehrt, denn Zeit heilt ja die Wunden...
Um es kurz zu machen, bei dem Versuch, etwas zu trinken zu bestellen, musste ich mich fragen lassen, was ich denn für eine Erziehung genossen hätte.
Fazit:
ManN kann im Burger Spass haben, wenn man gerne sexuell belästigt werden möchte (hier: als Mann). Und bereit ist, sich mit stoischem Gleichmut den Impertinenzen einiger Mitarbeiter auszusetzen.
Sterne habe ich nicht vergeben, da ich dem Laden zwar einwandfrei bescheinigen kann, das dort Spass möglich ist. Aber die Sache mit der Grapscherei und der Fast-Beleidigung seitens des Personals drücken eine vier bis fünf Stimmungsbewertung auf einen nicht ganz vollen Stern herunter. Und da runde ich an der Stelle ab.
Viel Spass im Burger
Bürger A.
Nachtrag: Null Sterne geht nicht, ich muss ja einen geben!
:-( read more