Wir waren zunächst freudig überrascht nach vielen Absagen am Samstagabend kurzfristig noch einen freien Tisch in einem Gault Millau bewerteten Haus zu finden und unsere Tochter sowie Enkel staunten über die üppige Deko und den englischspachigen Weihnachtsmann als Empfangschef.
Dann fragten wir uns allerdings : Hat der Gault Millau wirklich das Essen oder nur die Deko mit 14 Punkten bewertet. Auf keinen Fall die Kinderfreundlichkeit. Obwohl unser Enkelkind angemeldet war erhielt es weder Gedeck noch Serviette und ein Glas nur auf Nachfrage.
Apropo Nachfrage: Die Frage von Frau Westphal: schmeckt es Ihnen ? - beantwortete ich leichtsinnigerweise mit der Bemerkung, die Consommé sei bestenfalls eine normale Rinderkraftbrühe - meine Tochter meinte sogar es sei eine Brühwürfelsuppe mit TK Einlage - . Jetzt wurde ich von der Chefin im strengen Ton examiniert: Was verstehen Sie denn unter einer Consommé . Man spürte förmlich, sie bezweifelte meine Fachkunde auf diesem Gebiet. Ich verriet Ihr- um meine Ruhe zu haben deshalb auch nicht, dass der Salat im Dressing und der Reis im Kochwasser schwammen und das Gemüse matschig war ( vermutlich TK ).
Die sogenannten Rosmarienkartoffeln in einer ehrlichen Küche "Convinience Bällchen aus der Friteuse" genannt werden sollten und das Sorbet fürs Kind mit 4 EUR genau so überteuert war wie die Kraftbrühe für EUR 6,50 oder das Glas Chanpagner für EUR 12,50.
Das Ausflugslokal im Federbachtal ist m.E. mit 14 Punkten deutlich überbewertet, allerdings kann sich das Preisniveau problemlos mit Häusern, die 16 Gault Millau Punkte haben, messen. Der uneingeschränkt positive Punkt war der professionelle und freundliche männliche Mitarbeiter im Service. read more