Habe mich an dieser Stelle als Physiotherapeut beworben.
Nachdem mein Sohn erkrankte musste ich die Bewerbung verschieben...es schien alles ok. Man zeigte sich zunächst verständnisvoll....
Beim Bewerbungsgespräch machten mir jedoch Herr und Frau Gabriel klar, das ich - sollte ich bei den Herrschaften arbeiten wollen - doch dann bitte eine "GARANTIE" erbringen soll, daß ich im Falle einer Kindeserkrankung eine Betreuung zur Verfügung habe.
Das, so wurde mir gesagt sei eigentlich gar nicht ihr Anliegen, sondern eher das von deren leitenden Physiotherapeuten Frau Gundula Ulke und Annekatrin Sauer, die da so ihre "Bedenken" bei meinen Kindern hatten...
"Es wird als unangenehm empfunden, Patienten einen spontanen Therapeutenwechsel zuzumuten, weil dieser wegen einer Kindeserkrankung der Arbeit fern bleiben muss..." das müsse ich schon verstehen
...sonst entspreche ich aber allen anderen Kriterien...ich dachte mein Schwein pfeift!
Schrieb dann eine Mail, das ich dann bitte möchte, das sämtliche Angehörigen der Praxis eine Garantie im Sinne einer Gleichberechtigung erbringen sollten (Wie auch immer das überhaupt garantiert werden kann???...voll hirnrissig...), damit ich den armen, armen Patienten nicht selbst noch mit einem spontanen Therapeutenwechsel wegen einer - ich mags gar nicht aussprechen! - Kindeserkrankung ans Bein pinkeln muss...
...natürlich kam keine Antwort!
Schön, das hier alle die Arbeit und das Ambiente so toll finden, aber nachdem ich schon beim Bewerbungsgespräch diskriminiert wurde, frage ich mich um welchen Preis der einfache Angestellte dort seine Zeit verbringen darf...oder unter welchen "Garantien"...
Ich danke meinem Jungen für seine Erkrankung die zu diesem Ergebnis geführt hat...und ich - bis auf eine Gänsehaut - da noch ganz ungeschoren davon gekommen bin und nicht weiter hinter die Fasade dieser Anstalt blicken musste...
Schön, das der Westen endlich im Osten angelangt ist...es wundert mich nicht, warum unsere Gesellschaft so verkrampft in Sachen Kinder ist...glaube das unsere Wirtschaft so ekelhafte Dimensionen angenommen hat...das Kinder hierzulande ganz selbstverständlich als "Störfaktor" angesehen werden, um die man sich möglichst ohne Geschaftsberührung seines Arbeitgebers kümmern muss, um seinen Arbeitsplatz "zu sichern"... read more