Wir besuchten das Restaurant mittags zu zweit zum erstenmal und waren erfreut, von dem Ober, Herrn Dölle, begrüßt zu werden, der uns vor Jahren in einem anderen Lokal, auch als Sommelier, positiv in Erinnerung war. Uns wurde die Garderobe abgenommen, und wir setzten uns an einen Tisch in der schönen Märzensonne. Die Speisekarte ist sehr übersichtlich, ist es doch die "Philosophie" des Lokals, wenige, aber qualitativ absolut hochwertige Produkte (möglichst regional und ökologisch einwandfrei) einzukaufen, um sie dann top-frisch auf den Tisch zu bringen. Und das schmeckten wir: Alle vom Kellner mündlich vorgeschlagenen Speisen überzeugten in Optik, Geschmack und Konsistenz: Steckrübensüppchen mit geröstetem Koriander - prima. Dann ließen wir uns den Beilagensalat zum Hauptgericht vorweg servieren: Verschiedene Blattsalate mit sorgfältig gekochten Roten Beeten und Topinambur-Chips. Dann die überzeugende Zubereitung des Island Rotbarsches: Ich glaube nicht, dass man ihn, selbst am Fangort - kross gebraten! - frischer genießen könnte. Er wurde auf einem Bett aus Erbsen,Karotten und Fenchel auf Fenchelschaum serviert. Die Erbsen hätten noch ein paar Minütchen länger Hitze verdient gehabt.
Als Dessert gab es ein kleines Calamansi-Limettensorbet mit intensivem Geschmack. Espresso. Mineralwasser.
Empfohlen wurde uns die S-Cuveé aus Gewürztraminer und Muskateller von dem Pfälzer Oliver Zeter - etwas zu kühl, was zu Lasten des Bouquets ging, aber ansonsten die zum Gericht passende "Aromabombe".
Fazit: Das ganze Vergnügen kostete alles in allem für uns beide keine 60,- € und führt sicherlich zu wiederholten Besuchen. read more