Wir haben für den BR zwei Beiträge über den Sollner Hirschen gedreht. Dazu sei gesagt: Das eine Mal für ein kulinarisches Magazin bei dem ich selbst nur für die Küche zuständig war.
Die Speisen wurden damals noch traditionell zubereitet und es war ein nettes Ambiente. Der damalige Küchenchef und ich tauschten vor der Kamera Rezepte aus und das Personal stand praktisch sofort bereit um die Teller auszutauschen und die Zutaten/Gewürze auszutauschen. Man hätte eine Livesendung machen können und es wäre perfekt geworden.
Was ist daraus geworden: Es ist ein möchtegern Lokal für Neureiche in dem Events für seltsame Anlässe gefeiert werden. Die Preise sind exorbitant und die Qualität ist nicht mehr die selbe. Wir sind bei unserem zweiten Dreh für eine Doku über Restaurants entlang der Isar wieder da gewesen. Daher durften wir nur den Biergarten und die "Lounge" filmen. Nach dem was ich auf den Tellern der Gäste gesehen habe wurde mir schlecht. Mit Biergarten hat das nichts zu tun. Im Prinzip wird in einer improvisierten Schänke relativ einfaches Material das in der Gastwirtschaft nicht verkauft werden konnte angeboten. Das Personal macht auf jugendlich und spielt immer mit den Smartphones. Als wir einen Schwenk über den Biergarten machen wollten standen die Pseudotrachtler herum und haben nicht reagiert als wir um eine freie Sicht baten. Auch sehr unschön (wurde aber in der Doku geschnitten) : In den Speisen lagen Blätter von den Eichen und der Schankwirt trank wohl selbst mehr als er zapfte; Ein Krug wurde fiel zu Boden.
Nochmal zum Thema Preise: Es gibt eine Nominalliste der Münchner Restaurants die vom KVR herausgegeben wird. Aufgrund einer Sonderregelung muss sich der Sollner Hirsch nicht daran halten, da es sich um praktisch drei Zulassungen handelt (Restaurant, Erlebnisgastronomie, Bar). Den entsprechenden Nachweis kann man in der BR Sammlung nachlesen- liegt im BR Zentrum frei aus. read more