Atmosphärisch ist das Lokal irgendwo zwischen Omas Wohnzimmer und einer Werkskantine angesiedelt, gemütlich ist jedenfalls anders. Die Autogrammkarten diverser 80er Jahre Prominenz am Eingang unterstreichen das Gefühl der Zeitreise in eine Epoche zu der das Lokal sicher modern gewirkt hat. Die Bedienung war absolut prima und sehr sympathisch, und aus meiner Sicht mit das Professionellste was ich diesbezüglich seit langem erlebt habe, und definitiv das Highlight des Abends. Dann der Blick in die Speisekarte. Diese ist sehr übersichtlich und zudem Schnitzellastig, optisch absolut eine Herausforderung und ein Hort für Rechtschreibfehler. Schnitzel hier, Schnitzel da. Als Streifen auf dem Salat, in der Wiener-, Rahm- und zahlreichen anderen Varianten. Das Einzige was noch häufiger auf der Speisekarte zu finden ist sind Kroketten als Beilage. Ich entscheide mich u.A. wegen dem Kartoffelrösti als einzige Beilagenvariante weit und breit für das Champignonrahmschnitzel und erhalte: Champignonrahmschnitzel mit Kroketten (sechs Stück) und einem Stück Ananas als Garnitur. Hübsch angerichtet, groß und durchaus schmackhaft, aber weit davon entfernt 13 Euro wert zu sein. Der Beilagensalat, welcher anderen Orts bei solch einem Gericht inbegriffen ist, schlägt mit weiteren 4 Euro zu Buche. Puh. Ein teures Missvergnügen. Fazit: ein zweiter Besuch ist für mich ausgeschlossen. read more