Hallo, ich habe mir als Highlight meines Berlin-Trips die Segway-Stadtführung gegönnt und hab immer noch das Grinsen im Gesicht. :-)
Da ich zufällig der einzige Kunde an dem Tag war, kam ich in den Genuss einer Exklusivführung. Lag vielleicht auch an der Nebensaison (September) in den Sommermonaten sollte man wohl besser kurz reservieren, zumindest wenn man an einem bestimmten Datum fahren möchte.
Nach Erledigung der Formalitäten (Haftungsausschlus, Kaution etc) geht's los mit einer ausführlichen Segway-Fahrschule. Auf einem kleinen Platz neben dem Laden lernt man das Aufsteigen, Gas geben, Bremsen und Lenken. Sogar das Bordstein-Überfahren wird geübt und obwohl es sich beim ersten Aufsteigen schon etwas wackelig anfühlt, hat man nach 5 Minuten den Dreh raus und flitzt mit dem Segway über den Platz. Wobei das Flitzen noch nicht ganz wörtlich zu nehmen ist, denn bis zum ersten Besichtigungspunkt der Tour (dem Neptunbrunnen vorm Roten Rathaus) sind die Segways noch im Schildkrötenmodus, also mit eingebremster Geschwindigkeit unterwegs. Danach steigt man allerdings vom Fahranfänger zum Profi auf und wird auf die volle Leistung freigeschaltet. Das ist auch nötig, denn von da an geht's auf Gehwegen, Fahrradwegen und den Busspuren der öffentlichen Straßen zu den einzelnen Stationen. Das ist super bequem, weil man wirklich nicht den sprichwörtlichen Finger krumm machen muss, um von A nach B zu kommen. Und vor allem macht es einen Heidenspaß sich auf diese neue Art fortzubewegen. Obendrauf gibt's dann noch die staunenden Blicke der Fußgänger, die man überall erntet. :-)
Vom Alexanderplatz geht's zur Museumsinsel, Berliner Dom, Humboldtuniversität, ehem. Reichsluftfahrtministerium, Holocaust-Mahnmal, einem alten Mauer-Wachturm, Gendarmenmarkt, Checkpoint Charlie (mit leckerer Kaffepause), Potsdamer Platz mit SonyCenter, Gelände des Führerbunkers, Reichstag, Brandenburger Tor, Unter den Linden usw. usw. (Ich glaube, ich habe jetzt in der Reihenfolge ein bißchen was durcheinandergewürfelt, aber egal). Jedenfalls ist so ziemlich alles dabei, was man in Berlin gesehen haben muss. Und jedesmal mit einer detaillierten Erklärung zu den Bauwerken und den Hintergrundinfos dazu. Kein Wunder meine guide hatte Geschichte und Kunstgeschichte studiert und war also absolut sattelfest in ihrem Metier. Und obendrein noch super freundlich und unkompliziert. Wir haben uns sofort verstanden und so wurde es eine kurzweilige und interessante Tour.
Also was soll ich sagen ich habe einfach nichts auszusetzen. Okay, es ist ein bißchen teuer aber dafür bekommt man auch das volle Berlin-Programm verbunden mit einem riesen Spaßfaktor. Ich kann es wirklich jedem empfehlen. Und wer sagt Ich brauch so ein Ding nicht steigt einfach mal auf und fahrt eine halbe Stunde. Danach werdet ihr nicht absteigen wollen. :-) read more