Zu einem meiner absoluten Lieblingsrestaurants zählt das Restaurant "zur alten Post" in Duisburg Rheinhausen. Jeder, der sich mal in hiesigen Breitengraden aufhält, sollte sich einmal dort hinbegeben.
Nicht zuletzt wegen des Biergartens, ist das eins meiner absoluten Favoriten. Im Sommer gibt es keinen schöneren Biergarten, als diesen. Betritt man den Biergarten von der Straße aus, läuft man zunächst an mehreren, bepflanzten Pferdewagen vorbei, die sich auf dem Parkplatz der Gastronomie befinden. Bepflanzt sind Diese mit saisonalem Gemüse, also Tomaten, Kürbis, Bohnen, Zucchini, Gurke und Kräutern. Im Anschluss läuft man unter einem hölzernen Bogen, bepflanzt mit Wein in den Biergarten, in dem mehrere riesige Bäume für Schatten sorgen. Die umliegenden, halbhohen Mauern, sind mit bepflanzten Blumenkästen dekoriert und man sitzt inmitten zweier, wirklich beeindruckend großer, voll behangener Zitronenbäume, mehreren Olivenbäumchen, Zwetschgen u.s.w. Im Sommer ist es wirklich herrlich dort. Das Innere des Restaurants ist dann wieder nichts für meinen Geschmack. Balkanstil, ziemlich altbacken.
Betrieben wird das Lokal von einem Ehepaar, ich glaube jugoslavischer Herkunft - weiß es aber nicht mit Sicherheit, dass bei unserem ersten Besuch dort irgendwie verstockt und etwas mürrisch wirkte. Geht man aber häufiger dort hin, wendet sich das Blatt sehr schnell und man wird sehr herzlich begrüßt. Inzwischen weiß die Kellnerin sogar, was wir bestellen werden - was bei der Anzahl der Gäste tatsächlich eine beachtliche Leistung ist, denn der Laden ist grundsätzlich brechend voll.
Ebenso altbacken wie der Laden von innen, ist auch das Kaffeeangebot - will meinen- außer Kaffee gibt's nichts Koffeinhaltiges. Weder Cappuccino noch Latte Macchiato. Ich glaube davon hat man dort noch nie etwas gehört.
Dieses Lokal lässt den Fleischfresser allerdings jubilieren, denn der Balkaneindruck spiegelt sich auch in der Karte wieder. Dennoch gibt es auch jede Menge Fischgerichte, saisonale Speisen und ich schwöre euch; sensationell gute Suppen.
Trotzdem habe ich noch niemals etwas Anderes gegessen als das Filetsteak mit Knoblauchsauce. Warum? Wie beschreibe ich das am besten? Sagen wir es mal so, ich kann unmöglich darüber schreiben, ohne die komplette Tastatur voll zu speicheln. Vorweg wird ein eher dürftiger Salat serviert, der allerdings immer super frisch ist und mit einer hausgemachten, leicht säuerlichen Salatsauce angemacht wird. Das Steak ist kurz scharf angebraten und wird, in meinem Fall, medium serviert, wobei der Garpunkt grundsätzlich nicht besser getroffen werden kann. Es ist sehr gut gewürzt, das Fleisch ist Butterzart und qualitativ einwandfrei. Nun zur Knoblauchsauce. Die kommt etwas ungewöhnlich daher, denn sie ist nicht hell, sondern dunkel, wird mit Bratenfons abgeschmeckt - würde ich jetzt behaupten und der Knoblauch ist nicht nur sichtbar, sondern Hauptbestandteil der Sauce. Frischer, gewürfelter Knoblauch, soweit das Auge blickt. Arterienverkalkung war also gestern. Dennoch ist der Knoblauch nicht so dominant, dass man vom Fleisch oder der Sauce nichts schmecken würde. Keine Ahnung wie sie das hinbekommen.
Die zum Fleisch servierten Pommes sind eine Offenbahrung. Ich habe noch nie in meinem Leben so gute Pommes gegessen. Sie haben ein Butteraroma, das sich so gut mit der Knoblauchsauce ergänzt, dass man sich gerne für die nächsten 5 Tage welche mitgeben lassen möchte. Traumhaft!
Einer meiner Tipps für Hungrige ist also diese Lokalität. read more