Ein wenig skeptisch, aber neugierig besuchte ich dieses neue, im ehemaligen McDonald (späteren Kentucky Fried Chicken) am Barbarossaplatz gelegene, jetzt mit texanisch-mexikanischem Angebot betriebene Fastfood-Restaurant und verließ es sehr angetan.
Das gegen 21:30 Uhr nicht sehr starkbesuchte, sympatisch eingerichtete Restaurant mit hübschem Blick auf den Barbarossaplatz verwirrte zunächst etwas durch die drei Theken-Zonen (Kaffeebar, Bestell- und Ausgabeschalter) sowie das am Bestellschalter nicht sehr gut beschriebene, mangelhaft bebilderte Angebot, bei dem der Nicht-Insider die Artikel-Erläuterungen des die Bestellung annehmenden Mitarbeiters benötigt, was bei schwachem Geschäft funktionieren dürfte, nicht aber bei "vollem Haus". Gleiches gilt für das Abholen der bestellten Artikel, das nur nach Anzeige einer auf 2 Bildschirmen (relativ klein) erscheinenden Abholnummer möglich ist. Bei starkem Außer-Haus-Geschäft müssen sich da notgedrungener Weise "Massenansammlungen" wartender Kunden ergeben, für die m. E. der vorhandene Platz vor den Tischen zu klein sein dürfte, noch dazu angesichts der Plazierung der Ausgabestelle am Ende der Theke.
Aber: Die Qualität der Speisen (in meinem Falle ein El-Bandito-Burger) war überraschend gut, so frisch und schmackhaft, daß ich mir mit so angeregtem Appetit gleich noch einen zweiten bestellte (was ich mir bei "vollem Haus" allerdings verkneifen würde ...). Ja, wirklich, McDonald's-Burger kann man da vollkommen vergessen! Und das bei in etwa gleichen Preisen. Die Leistung - zumindest bei diesem Artikel - ist absolut top: Ein leicht knuspriges, wirklich nach Rindfleisch schmeckendes, nicht zu kleines Hacksteak, mit verschiedenen knackigen Salatkomponenten unter einer gut abgeschmeckten, nicht scharfen Chili-Sauce, umgeben von einem (vergeichsweise) großem Sesambrötchen, dessen Konsistenz nicht an Pappe erinnerte (Preis: € 3,99). Dazu 0,4 l Pepsi-Cola für € 1,99 in Selbstbedienung - da kann man nicht meckern. (Wie die Selbstbedienung der Kalt-Getränke an der gegenüber der Speisenausgabe befindlichen Station jedoch bei "vollem Haus" komplikationslos (und kontrollierbar!) funktioniern soll, bleibt ein Rätsel des Innenausstatters.)
Bleibt noch die sehr freundliche, deutschsprachige Bedienung (laut Bon: Torsten Nusser) zu erwähnen, die den Servicegedanken offensichtlich hoch hielt.
Summa summarum: Ein Fastfood-Restaurant, das ich bei Bedarf (und" Nicht-Vollem-Haus") gerne wieder aufsuchen würde, auch um noch andere Artikel zu probieren. read more